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Zuletzt aktualisiert: 03.08.2011 um 09:40 UhrKommentare

Wespen vermehren sich

Im Hartbergerland gibt es heuer mehr Wespen als in den vergangenen Jahren. Allergische Reaktionen kommen deshalb aber nicht öfter vor.

Foto © APA

Wer dieser Tage das Mittagessen, den Kaffee oder das Eis im Freien genießt, begegnet ihnen mit ziemlicher Sicherheit: den Wespen. Im Hartbergerland kommen die Tiere heuer in größerer Anzahl als in den vergangenen Jahren vor. Nicht zugenommen haben hingegen die allergischen Reaktionen auf Wespenstiche.

"Bei uns gibt es heuer auf alle Fälle mehr Wespen", sagt Biologe Hans Rieger. Die Gründe dafür würden nicht nur in einer günstigen Wettersituation im Frühjahr, sondern auch in einer guten Blüte liegen. Johannes Gepp vom Institut für Naturschutz und Landschaftsökologie in Graz erwartet sich, dass die Population mit dem Fallobst weiter ansteigt. "Im Moment gibt es tausende kleine Nester. Jede Königin hat 50 bis 100 Arbeiterinnen", erklärt er. Daraus könnten in den nächsten Wochen schnell 500 Tiere pro Nest werden, weiß er. Allerdings: "Regnet es eine Woche, kann sich die Situation schnell verändern. Genaueres kann man erst im Herbst sagen."

Verängstigt

Wespenstiche sind auch der Grund, warum im Sommer immer wieder Patienten ins LKH Hartberg kommen. Nicht alle leiden aber unter allergischen Reaktionen. "Ich würde sagen, dass die Zahl der Allergiker in den letzten Jahren nicht angestiegen ist. Es gibt allerdings mehr Personen, die verängstigt sind", sagt Elisabeth Bruckner, Oberärztin im LKH Hartberg. Sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen rät sie vor allem jenen, die im Mund gestochen wurden, oder bei denen sich Atemnot oder ein Hautausschlag bemerkbar machen. Reagiert man allergisch, empfiehlt Bruckner sich testen zu lassen. "Mit einer Blutabnahme kann man solche Allergien feststellen", sagt sie.

Ebenfalls keinen Anstieg an Allergikern können die Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Hartberg erkennen. "Es gibt keinen Unterschied zu den letzten Jahren. Betroffen sind alle Altersgruppen, von alt bis jung", weiß man auf der Bezirksstelle der Einsatzorganisation.

SUSANNE PREISS

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