"Wege aus der Krise" finden
Bis November gibt es in Hartberg ein Pilotprojekt zur Suizidprävention.
HARTBERG. Vor zwei Jahren wurde das Projekt zur Suizidprävention "Wege aus der Krise" beim Land Steiermark eingereicht, jetzt wurde es bewilligt und gestartet. Projektleiterin Ulrike Schrittwieser, Leiterin des Psychosozialen Dienstes Hartberg, betonte, dass man mit diesem Projekt versuche, dieses Tabuthema und die damit verbundene Schwelle zu überwinden und angstfreier zu gestalten.
Der Bezirk ist innerhalb der Steiermark im oberen Drittel der Suizidrate angesiedelt. Da die Region auch die größte Erfahrung in der Suizidprävention aufweist, startet das Pilotprojekt vorläufig, gemeinsam mit dem Bezirk Murau, nur in diesen beiden Bezirken. Längerfristig soll das Projekt auf die ganze Steiermark ausgedehnt werden. Es sei ein steiermarkweites Krisentelefon angepeilt, erzählt Schrittwieser. Zudem sei ein bedarfsgerechter Ausbau der psychosozialen/sozialpsychiatrischen Versorgungsangebote angedacht.
Das Pilotprojekt, das bis Ende November läuft, soll besonders auf Risikogruppen aufmerksam machen. Den Hauptanteil nehmen dabei Menschen mit Depressionen ein, unter denen sechs Prozent der Bevölkerung leiden.









