Israelische Musiker als Brückenbauer
Trio bewies bei Gastauftritt in Hartberg große musikalische Bandbreite.
HARTBERG. "Wir haben die Hitze aus der Wüste mitgebracht", scherzte Pianist Ofer Shelley auf Englisch angesichts der schweißtreibenden Temperaturen beim kammermusikalischen Abend des Atar Trios in der Musikschule. Das Trio aus Jerusalem samt Sopranistin Michal Okon hatte darüber hinaus feine musikalische Mitbringsel im Gepäck. Mit Kabarettliedern von Kurt Weill sorgte man gleich für einen starken Konzertauftakt, bevor man eine Jazzkomposition von Claude Bolling mit prickelnder Lebensfreude erfüllte. Diverse populäre Folksongs auf Hebräisch und einzelne traditionelle Lieder auf Ladino zeigten den Facettenreichtum der jüdischen Kultur.
Einen Tribut an die Moderne leisteten die israelischen Gäste mit dem Stück "Sensations" ihres Landsmannes Yitzhak Yedid, in dem arabische und jüdische Einflüsse bereichernd zusammenflossen. Schöner kann sich Völkerverständigung gar nicht anhören.
FRANZ BRUGNER








