Der Imageverlust wiegt am schwersten
Nach dem Dioxinskandal in Deutschland ist auch der steirische Schweinepreis im Keller. Die Bauern der Region fürchten vor allem den Imageschaden.

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D er vergangene Freitag war ein schwarzer für die steirischen Schweinebauern: Der Schweinepreis fiel in den Keller, um zehn Cent bekommen sie nun pro Kilo Schlachtgewicht weniger. "Es ist frustrierend, wenn man unschuldig zum Handkuss kommt", sagt der Hartberger Kammerobmann Johann Reisinger und spricht damit wohl vielen Schweinebauern aus der Seele. Der Dioxinskandal in Deutschland - Reisinger spricht von kriminellen Machenschaften - war der Auslöser für den Preisverfall.
Tausende Euro Verlust
Reisinger, der selbst Schweinebauer ist, hat in der letzten Woche Tausende Euro verloren, da er in der Tiefpreisphase verkaufen musste: "Die Verbraucher reagieren sofort auf die Verunsicherung." Er sieht aber gleichzeitig schon wieder Licht hinter dem Skandal. "In Deutschland ist der Schweinepreis wieder um acht Cent gestiegen", weiß Reisinger. Er ist auch sehr dankbar für die Maßnahmen, die von der steirischen Landwirtschaftskammer gesetzt wurden.
Präsident Gerhard Wlodkowski forciert in Reaktion auf den deutschen Dioxinskandal ein Fünf-Punkte-Sofortprogramm für Schweinebauern (siehe Box unten).
Reisinger weiß auch, dass an den Schlachthöfen mittlerweile wieder voll geschlachtet wird, "die Ware fließt wieder ab."
Auch Erwin Haidwagner ist Schweinebauer, in seinem Stall in Löffelbach stehen 500 Mastschweine. "Für mich ist es nicht der kurzfristige finanzielle Schaden, der besonders schmerzt, sondern der Imageverlust." Und er gibt auch zu bedenken, dass der Skandal in Deutschland nicht auf den Höfen, sondern durch die Futtermittelindustrie passiert ist.
Kammerobmann Reisinger hofft, dass der Skandal in Deutschland für Österreich auch positive Nachwirkungen hat, und der Patriotismus im Fleischkonsum wächst. "Es darf nicht mehr wurscht sein, was in der Wurst ist."







