Winterdienste haben schon viel zu tun
Die Winterdienste waren in den letzten Tagen im Bezirk verstärkt im Einsatz. Die Kälte verursachte vor allem Probleme bei der Salzstreuung.

Foto © Privat/Sujet
Die Kälte der vergangenen Tage machte vielen Autofahrern zu schaffen. Nicht nur, dass sich Türen und Schlösser so mancher Autos nicht öffnen ließen, auch Glatteis blieb vielerorts nicht aus. Die Winterdienste in den Gemeinden des Bezirks hatten daher alle Hände voll zu tun.
"Bis jetzt hatten wir sechs Einsätze. Schwerpunkt war das vergangenen Wochenende", sagt Manfried Schuller von der Stadtgemeinde Hartberg. Ein Problem sei die eisige Kälte gewesen. Ab gewissen Minusgraden greife das Salz nämlich nicht mehr zu hundert Prozent. In solchen Fällen weiche man deshalb auf Streusplitt aus. Gefährlich werde es nämlich vor allem dann, wenn noch Restschnee auf den Fahrbahnen liegt. "Streut man dann bei so kalten Temperaturen Salz, wird der ansonsten griffige Schnee nur glitschig", weiß Schuller.
Streusalz kommt im Gemeindegebiet von Friedberg nur auf den Gehsteigen zum Einsatz. Auf den Straßen wird mit Streusplitt gearbeitet. "Jede Woche gibt es einen Wetterdienst. Dieser ist um drei Uhr Früh unterwegs und schaut sich an, wie die Straßenlage ausschaut", erklärt Johann Reitgruber, der seit 22 Jahren bei der Stadtgemeinde arbeitet und im Winterdienst tätig ist. Muss Schnee geräumt oder Splitt gestreut werden, kommen die Fahrzeuge zum Einsatz. "Bis die ersten Schulbusse fahren, muss alles geräumt sein", sagt Reitgruber. Zudem ist er froh, dass die Mehrheit der Autofahrer ihre Fahrweise den Witterungsbedingungen anpasst. "Die meisten Autofahrer sind wirklich sehr vorsichtig", stellt er fest.
Splitt gestreut hat man in diesem Jahr aber auch am Hartberger Hauptplatz. Grund dafür war der Christkindlmarkt. "Für die Stimmung ist Splitt besser als Salz", verrät Schuller.
Hundert Tonnen
Gelagert wird das Streusalz für Hartberg im städtischen Bauhof. Dort wird es auch aufbereitet. "Für die Stadtgemeinde brauchen wir im Jahr an die hundert Tonnen Salz", weiß Schuller. Ist ein Einsatz notwendig, ist man mit vier bis fünf Fahrzeugen unterwegs. Zusätzlich mietet man manchmal Traktoren an.
Features
Fakten
Die Gemeinden sind für das Räumen von öffentlichen Flächen verantwortlich.
Gehsteige vor privaten Häusern müssen vom Eigentümer geräumt werden. Das gilt auch für Sonn- und Feiertage.
In Hartberg kostet der Winterdienst jährlich, je nach Anzahl der Einsätze und Schneehöhe, zwischen 60.000 und 140.000 Euro.







