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Zuletzt aktualisiert: 29.09.2009 um 22:43 UhrKommentare

Gemeinsam für die Sache

Das Oststeirische Thermenland-Lafnitztal stellte mit dem Regionalmanagement Oststeiermark neun Projekte auf die Beine.

Die Verantwortlichen der Leader-Gruppe Bilanz über ihr Schaffen

Foto © Benedikt NarodoslawskyDie Verantwortlichen der Leader-Gruppe Bilanz über ihr Schaffen

Vor zwei Jahren wurde die Leader-Region (siehe Infobox unten) Oststeirisches Thermenland-Lafnitztal aus der Taufe gehoben, die zwölf Gemeinden aus dem Bezirk Hartberg und neun aus dem Bezirk Fürstenfeld umfasst. Anlässlich des zweijährigen Jubiläums zogen die Verantwortlichen der Leader-Gruppe Bilanz über ihr Schaffen und rückten dabei die Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Oststeiermark (RMO) in den Mittelpunkt.

Die Vorzüge dieser Kooperation fasst Obmann Raimund Pickl in vier Worte zusammen: "Hohe Effizienz, geringe Kosten." Das Oststeirische Thermenland-Lafnitztal könne mit einer schlanken Struktur arbeiten, indem es auf Spezialisten des RMO zurückgreife, erläutert Obmann-Stellvertreter Johann Fuchs. Jährlich zahle die Leader-Gruppe für die Projektbegleitung 12.000 Euro ans RMO - das entspricht drei Prozent der Fördersumme.

Denn bisher reichte das Oststeirische Thermenland-Lafnitztal mithilfe des RMO 13 Projekte ein, von denen neun bereits genehmigt sind. Das bedeutet: 715.000 Euro Fördermittel. Leander Feiertag, Geschäftsführer des Oststeirischen Thermenland-Lafnitztal, will kein Projekt hervorheben, sondern unterstreicht lieber das Besondere seiner Leader-Gruppe: "Die Region nimmt selbst Geld in die Hand und investiert es in Projekte in den Gemeinden."

Modell

Auf dieser Grundlage entstand ein spezielles Finanzierungsmodell für Photovoltaik-Anlagen: Alle 21 Gemeinden zahlen in einen gemeinsamen Topf. Alle 21 Gemeinden entscheiden mit, wohin das Geld fließt. Obmann Pickl: "Jede Gemeinde muss sich in diesem System finden. Sonst geht sie ohnehin." Außerdem werden auch auch Tourismusverbände, Arbeitsmarktservice, Wirtschafts-, und Landwirtschaftskammer in die Entscheidungen eingebunden.

Die aktuelle Standortfrage über das RMO löst in der Leader-Gruppe Protest aus. Pickl: "Für mich ist unverständlich, warum Volksvertreter die Menschen, die gut arbeiten, verunsichern. Verunsicherte arbeiten nicht gut."

BENEDIKT NARODOSLAWSKY

Fakten

Im Rahmen von Leader werden Strategien ausgearbeitet, um den ländlichen Raum nachhaltig zu entwickeln und zu fördern.

Diese Strategien sollen von aktiven Partnerschaften erarbeitet werden, die auf lokaler und regionaler Ebene tätig sind.

Ein Teil der Fördermittel stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

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