Honigernte fällt gut aus
Regenfälle der vergangenen Woche verhinderten Spitzenernte bei Honig.

Foto © APA
Im vergangenen Jahr mussten die Hartberger Imker Einbußen bis zu 50 Prozent hinnehmen, zumindest was die Ernteerträge bei Waldhonig betraf. Heuer ist die Situation nicht ganz so dramatisch, wie Werner Kurz, Bezirksobmann der Imker erklärt.
Gute Zunahme. Trotz der häufigen Niederschläge im Juni verzeichnete man zuvor eine gute Zunahme während des Jahres. "Wäre die letzte Woche nicht so verregnet gewesen, hätten wir eine Spitzenernte. So ist sie eher durchschnittlich", sagt Kurz. Und das sowohl bei Wald-, als auch bei Blütenhonig.
Die Einbußen seien allerdings gering und auch ein Honig-Engpass ist in diesem Jahr nicht zu befürchten, versichert der Experte. Zu kämpfen hatten die heimischen Bienenvölker aber nicht nur mit dem Wetter, sondern teils auch mit Pestiziden, die bei der Mais-Aussaat gegen Schädlinge eingesetzt werden und die Bienen massiv schwächen. "Auch diesbezüglich gab es wieder vereinzelt Meldungen von Imkern", weiß Kurz.
Voll im Gange. Die Ernte in Hartberg ist nach wie vor in vollem Gange. "Einmal wurde bereits geerntet. Jetzt wartet man noch das schlechte Wetter ab", so Kurz. Gibt es zwar keine Spitzenernte, verspricht der Honig in diesem Jahr dennoch Spitzenqualität. So ist der Wassergehalt im Honig sehr gering, was entscheidend für dessen Qualität und Haltbarkeit ist.
Features
Imker und Bienenvolk
Insgesamt gibt es im Bezirk Hartberg 3600 Bienenvölker. Für einen Kilo Honig sind ungefähr 100.000 Bienenausflüge notwendig. Ein Bienenvolk kann bei passenden Bedingungen durchschnittlich 20 bis 25 Kilo Honig erzeugen.
Im Bezirk Hartberg gibt es insgesamt 392 gemeldete Imker.








