Kreuzung als Lebensnerv
Die Hartberger Lagerhaus-Genossenschaft Wechselgau wehrt sich gegen Schließung einer Eisenbahnkreuzung - der Standort würde geteilt.

Foto © APADas Verkehrsministerium will den Bahnübergang schließen, doch die Hartberger Lagerhaus-Genossenschaft ist dagegen
Die vorjährige Bilanz der Lagerhaus-Genossenschaft Wechselgau in Hartberg kann noch so schön sein, eines trübt momentan die Stimmung von Geschäftsführer Hermann Klapf. "Das Verkehrsministerium will uns die Eisenbahnkreuzung auf der Zufahrt zu unserem Agrarmarkt sperren", ist Klapf verärgert. Damit wären das Bau- und Agrarzentrum der Genossenschaft, der hinter dem Werksgelände der Firma Prolactal liegt, nur mehr umständlich über das Hatric und fünf Kreisverkehre oder die weiter entfernte Eisenbahnkreuzung in der Habersdorfer Straße zu erreichen. Klapf: "Bei einer Schließung der Eisenbahnkreuzung wird der Lebensnerv des Standortes getroffen."
Petition. Unbestritten ist, dass sich auf der Bahnkreuzung regelmäßig Unfälle ereignet haben. "Man könnte die Kreuzung nur für Lkw sperren", hat Klapf einen Vorschlag zur Entschärfung. Nachdem zwei Berufungen gegen den Schließungsbescheid nicht fruchteten, da die Wechselgau nicht unmittelbarer Anrainer ist, hat man nun eine Petition zur Unterschrift aufgelegt. Auch würde man sich mehr Unterstützung durch die Stadt erhoffen. Sie habe sich, so Klapf, ursprünglich nicht gegen die Schließung ausgesprochen.
Stadt ist gegen die Schließung. Dem widerspricht Bürgermeister Karl Pack: "Unsere Stellungnahme war vielleicht etwas unglücklich formuliert, denn verkehrstechnisch stellt der Übergang sicher ein Risiko dar." Aus wirtschaftlicher Sicht habe sich die Gemeinde aber voll auf die Seite der Genossenschaft gestellt. "Wir haben sogar einen Teil der Kosten für den Anwalt mit übernommen", so Pack, der festhält: "Die Stadt ist gegen eine Schließung."








