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Zuletzt aktualisiert: 19.04.2009 um 01:07 UhrKommentare

Schüler überzeugten mit ihrem Projekt

Mit Nachmittagsbetreuungprojekt in Rumänien gewann die Bakip Hartberg den ersten Platz.

Die Schülerinnen der vierten Klassen der Bakip Hartberg nahmen an einem internationalen Projekt teil. Mit ihrer Bewerbung unter dem Titel "Helping Hands" erreichten sie nun in Budapest unter 32 Projektanträgen aus zwölf Ländern den ersten Platz.

Klares Ziel. Unter dem Motto "Learning to live together: Intercultural Dialogue in Europe" haben sich die Schülerinnen gemeinsam mit Projektleiter Hans Trsek zum Ziel gesetzt, eine Nachmittagsbetreuung in der Schule des Roma-Ghettos Magura, einem Stadtteil von Bocsa (Rumänien), aufzubauen.

Multikulturelle Stadt. Bocsa ist eine multikulturelle Stadt am Beginn der Banater Berge, die von hoher Arbeitslosigkeit geprägt ist. Von Hartberg erreicht man sie, nach ungefähr zehn Stunden und rund 600 Kilometern Fahrt mit dem Auto. Neben Rumänen leben hier auch Deutsche, Ungarn sowie zahlreiche Roma. Diese sind in Magura in einem "richtigen Ghetto" angesiedelt. "Als wir vor Ort die Wohnverhältnisse dieser Menschen sahen, war das schon ziemlich schockierend", erzählte eine Schülerin bei der Präsentation des Projekts im Bundesschulzentrum Hartberg.

Sehr gut angenommen. Seit November vergangenen Jahres läuft nun die Nachmittagsbetreuung in Bocsa, welche von den sechs- bis zehnjährigen Schülern sehr gut angenommen wird, wie die Schülerinnen erzählen.

Nachhaltigkeit. Projektleiter Hans Trsek betonte die Nachhaltigkeit des Projekts. Man werde versuchen, es auch in den nächsten Jahren weiterzuführen und auszubauen, sagt er. Zurzeit werden die Roma-Kinder viermal wöchentlich zwei bis drei Stunden betreut und zwar auf eine Weise, die in Rumänien bis jetzt unbekannt war. "Es gab eigentlich nur reine Lernhilfe, aber keine Angebote für eine sinnvolle Freizeitgestaltung", sagen die Schülerinnen.

Kostenlose Betreuung. Die rumänischen Schüler werden dabei von den Partnerschülern des Gymnasiums in Bosca, kostenlos betreut. Die Ausbildung und das Know how dazu bekommen die rumänischen Kollegen bei einem Besuch in der Bakip in Hartberg.

Freiwillige Helfer. Großen Dank sprachen die Schülerinnen und Trsek auch den Sponsoren sowie den vielen freiwilligen Helfern aus, die das Projekt ermöglichten.


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