Gratis-Kindergartenplätze sind gefragt
Wegen des Gratiskindergartens ist die Nachfrage nach freien Plätzen in den Bezirksstädten gestiegen. Nicht so in den ländlichen Gemeinden.

Foto © Erwin ScheriauWährend die Anmeldung in manchen Kindergärten schon vorbei ist, findet sie in anderen erst statt
Während die Anmeldung in manchen Kindergärten schon vorbei ist, findet sie in anderen erst statt. Weil der Kindergartenbesuch seit vergangenem Herbst gratis ist, ist die Nachfrage nach freien Plätzen in den Städten des Bezirks gestiegen. Hier mussten Kinder sogar abgewiesen werden. Anders am Land, etwa in der Marktgemeinde Bad Waltersdorf. "Wegen des Gratiskindergartens haben sich nicht mehr Kinder als sonst angemeldet", weiß Kindergartenleiterin Rosmarie Schelnast. Für den Sommerkindergarten gebe es sogar um sechs Anmeldungen weniger als im Vorjahr.
Plätze bereits vergeben. Im Kindergarten I in Hartberg sind hingegen bereits alle Plätze vergeben. "Bei uns ist alles voll. 20 Kinder stehen sogar auf der Warteliste", erzählt die Kindergärtnerin Maria Glatz.
Anmeldung. Und auch im Übungskindergarten ist die Nachfrage größer als die Anzahl der freien Plätze. Wer genommen wird hängt neben dem Zeitpunkt der Anmeldung auch von der Berufstätigkeit der Eltern ab. Außerdem: "Heuer gehen weniger Kinder als sonst in die Schule weg", weiß Kindergärtnerin Gerda Graf.
Alterserweiterte Gruppe einführen. In Friedberg ist die Nachfrage nach Kindergartenplätzen ebenfalls gestiegen. Sind alle bestehenden Plätze vergeben, besteht die Möglichkeit eine weitere Gruppe zu eröffnen. Zusätzlich dazu will man ab Herbst eine alterserweiterte Gruppe führen. "Wir führen diesbezüglich Verhandlungen mit dem Land", sagt Stadtamtsleiter Helmut Riegler.
Angebot ausweiten. Nachmittagsbetreuung durch eine Tagesmutter bietet man in Bad Waltersdorf an. Auch hier könne man das Angebot ausweiten. "Ist der Bedarf bei mehr als acht Kindern gegeben, würden wir einen Ganztageskindergarten anbieten", sagt Schelnast.
Ausbau der Räumlichkeiten. Damit Räumlichkeiten kurzfristig ausgebaut werden können, hat das Land die Bauförderungen erhöht. Im Fall von Kinderkrippen auf bis zu 60 Prozent, weiß Martin Schemeth, Sprecher von Landesrätin Bettina Vollath.








