Debatte um Bus-Fahrplan
Vater aus Waltersdorf ärgert sich über Abfahrtszeit des Schulbusses. Kinder müssten in Schule lange warten. Busunternehmer weist das zurück.

Foto © APAVater nimmt die Sache selbst in die Hand und kutschiert Kinder in die Schule
Unglücklich mit dem Fahrplan des Schulbusses ist der dreifache Vater Martin Stablhofer aus Waltersdorfberg. Um 6.25 Uhr steuere der Bus in der Früh die Haltestelle in der Nähe seines Hauses an, die Tochter und fünf weitere Kinder aus der Nachbarschaft müssten dann in Waltersdorf knapp eine Stunde lang auf den Beginn der Volksschule um 7.30 Uhr warten. Seinem Sohn gehe es nicht viel besser, erzählt der Vater, dieser stehe sich täglich eine halbe Stunde lang die Beine in den Bauch, bis gegen 7 Uhr der Anschlussbus ins Schulzentrum Hartberg starte. Er habe das Unternehmen mehrfach um eine spätere Abfahrt gebeten, doch dort stelle man sich taub, ärgert sich Stablhofer. "Ich sehe nicht ein, dass ich die Kinder so früh aus dem Bett werfen soll."
Kein Spielraum.
Kein Verständnis für die Kritik zeigt Alois Jakum, der Betreiber der Linie. Er könne den Fahrplan nicht mit einem Fingerschnippen ändern, der Bus werde eine halbe Stunde später in der Gegend Blumau gebraucht, versichert er. "Alles ist straff geplant. Es gibt keinen Spielraum." Das habe er Stablhofer erklärt, der sei leider uneinsichtig. Dass die Kinder eine Stunde warten müssen, weist Jakum zurück. Der Bus komme um exakt 6.40 an, es bleibe eine "zumutbare" Dreiviertelstunde übrig. Ab 6.30 Uhr habe überdies eine Aufsichtsperson in der Schule Dienst.
Selbsthilfe.
Stablhofer reicht es, er hat zur Selbsthilfe gegriffen. Täglich startet er in der Früh seinen Chrysler-Bus, sammelt sieben Kinder in der Umgebung ein und kutschiert sie in die Schule. "Das nervt. Aber es geht nicht anders."
Schülertransport.
Jakum kann darüber nur den Kopf schütteln. Ein Privater dürfe gar keine Schülertransporte machen, behauptet er. "Wenn da was passiert, dann ist der Ofen für den Mann aus."








