Respekt muss einfach sein
Lafnitz-Trainer Christian Waldl (29) ist ein Perfektionist.
FUSSBALL. Wie in seinem Beruf geht Christian Waldl auch bei seinem liebsten Hobby als Fußballtrainer mit Perfektionismus zur Sache. Bevor es bei seinem ersten Landesligaengagement beim SV Lafnitz an die Arbeit ging, nahm sich Waldl drei Tage Zeit, um sich in einer ungarischen Therme perfekt auf seinen Job vorzubereiten. Der 29-jährige Revisor will als Fußballtrainer nichts dem Zufall überlassen.
Er war vor drei Jahren der jüngste Trainer in Österreich mit UEFA-A-Lizenz und möchte auch die UEFA-Pro-Lizenz erwerben. "Da kommen alle zwei Jahre aber nur zehn Auserwählte hinein. Da ich nie Profi-Spieler war, wird das sehr schwierig", sagt Waldl. Nachdem er zehn Jahre in Hartberg im Jugendbereich tätig war, davon drei Jahre als sportlicher Leiter des Nachwuchses, übernahm er 2011 Hartberg Umgebung, ehe er jetzt dem Ruf von Obmann Bernhard Loidl nach Lafnitz folgte.
Seit zwei Woche tanzen die Lafnitzer nach seiner Pfeife. "Derzeit arbeiten wir am Defensivkonzept, weil die immer der Ausgangspunkt einer kompakten Mannschaft ist. Nun beginnt die Arbeit im Offensivbereich. Bis zum Meisterschaftsstart am 4. August sollte der Umschaltmechanismus zwischen Verteidigung und Angriff perfektioniert sein", sagt Waldl. Das Ziel: Sein Team soll jedem Gegner der Liga das Spiel aufzwingen können. "Wir haben viele gute Offensivkräfte, deshalb werden wir auf jeden Fall mit zwei Stürmern, manchmal auch mit drei, agieren", erklärte Waldl. Er sieht sich selbst als "freundschaftlich-kollegialen Trainer mit ständiger Nähe zu den Spielern. Wobei Respekt und eine gewisse Distanz doch gewahrt werden muss." JOSEF SUMMERER
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