Österliches Hoch an der Zapfsäule
Der März war für Autofahrer der teuerste Monat aller Zeiten. Wer sucht und vergleicht, kann bis zu zwölf Euro pro Tankfüllung sparen - aber billig wird das Tanken wohl nie mehr.

Foto © Helmut Weichselbraun
Pünktlich wie der Osterhase kommt jedes Jahr die Teuerung an der Zapfsäule. Mit bis zu 1,599 Euro pro Liter Diesel und 1,649 Euro für den Liter Super 95 haben die Spritpreise diese Woche Höhen erklommen, die noch vor einem Jahr undenkbar waren. Die genannten Spitzenpreise wurden auf Autobahntankstellen verlangt, weshalb ÖAMTC-Volkswirtschaftlerin Elisabeth Brandau auch rät, solche Tankstellen zu meiden.
Die günstigsten Preise in Österreich lagen gestern bei 1,357 beziehungsweise 1,414 Euro. Wer sucht, kann derzeit laut Experten pro Tankfüllung bis zu zwölf Euro sparen - vorausgesetzt er verbrennt beim Suchen nicht unnötig Sprit. Die Internet-Adresse spritpreisrechner.at empfiehlt sich. "In der Früh im Internet nachsehen", empfiehlt ÖAMTC-Sprecher Hans-Peter Auer.
Wie immer, wenn die Preise steigen, kursieren Aufrufe zum Tankstellenboykott. Experten raten jenen, die auf das Auto angewiesen sind, eher, den Tank nicht leerzufahren und dann zu tanken, sondern schon vorher, wann immer man eine günstige Gelegenheit findet.
In Slowenien sind die Preise übrigens um sechs bis sieben Cent günstiger. In Italien, Frankreich und Deutschland dafür teurer. In Deutschland wird derzeit das österreichische Modell geprüft, dass die Preise nur einmal pro Tag erhöht werden dürfen. Aber selbst Konsumentenschützer sind skeptisch: Das führe zwar zu stabileren, aber tendenziell höheren Preisen.
Der ARBÖ fordert: "Entlastung jetzt!" SPÖ, BZÖ und Arbeiterkammer wollen eine Prüfung durch die Bundeswettbewerbsbehörde, ob sich die Mineralölwirtschaft an den Zapfsäulen nicht zu ausgiebig selbst bedient.
Geht es nach den Umweltschützern, sind die Preise übrigens noch immer zu niedrig und Österreich profitiere von Tanktouristen aus Deutschland und Italien. Aber auch wenn das österliche Preishoch enden wird: "Es wird kein billiges Benzin mehr geben", prophezeit Jurrien Westerhof von Greenpeace. Es sei Zeit, sich zu überlegen, "wie wir ohne auskommen".
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In Slowenien tankt man mit Sicherheit billiger als in Österreich. Diesel: 1,343 Euro, Super 95: 1,463 Euro. Alle hier angeführten Preise sind "Richtwerte", also Durchschnittspreise mit Stand 20. März. Sie dürften derzeit etwas höher liegen.
Deutschland liegt preislich höher. Diesel: 1,514 Euro, Super 95: 1,643 Euro.
Italien: Diesel: 1,716 Euro, Super 95: 1,806 Euro!
Schwankungen: Die Preise an den Zapfsäulen variieren oft regional sehr stark. Die Gründe, die von der Mineralölwirtschaft angegeben werden (unterschiedliche Transportkosten etc.) sind oft schwer nachvollziehbar. Oft liegt es an regionaler Konkurrenz. Als in Hartberg ein neuer Diskonter aufsperrte, sanken mit einem Schlag rundum die Preise.










