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Zuletzt aktualisiert: 20.03.2012 um 20:30 UhrKommentare

Schulen wollen Eis retten

Wirbel um angeblich dem Ausschuss vorenthaltenen Brief der Schuldirektoren zur Eishalle Um Eiszeit wird nun verhandelt.

Ein Schreiben der Direktoren der Höheren Schulen in Hartberg lässt die Emotionen hochgehen. In einem Brief an die Stadtgemeinde sprechen sich die vier Schulleiter Fritz Polzhofer (Gymnasium), Alois Thurner (HAK), Eva Pichler (HLW) und Rupert Wagner (Bakip) für den Erhalt der Eishalle aus. Zustande gekommen ist der Vorstoß dem Vernehmen nach auf Initiative der HLW, die die Hausverwaltung im Schulzentrum innehat.

Für Aufregung sorgt weniger der Inhalt, sondern die Behandlung des Schreibens durch das Rathaus. Dem zuständigen Finanzausschuss sei der Brief vorenthalten worden, ärgern sich Vertreter der Opposition. Dennoch taucht im Protokoll der Sitzung der Hinweis auf, dass sich die Direktoren schriftlich für den Erhalt der Halle aussprechen. Bürgermeister Karl Pack (VP) habe das Schriftstück unter den Tisch fallen lassen, schäumt ein Mandatar. "Eine Sauerei ist das."

Das Regierungslager relativiert. Dass es einen Brief gebe, sei im Protokoll nicht ausdrücklich formuliert, sagt ein Mandatar. An eine Diskussion in der Sitzung über den Vorstoß der Direktoren kann er sich aber auch nicht erinnern.

An der inhaltlichen Forderung lässt Polzhofer keinen Zweifel. Die Halle müsse als Sportstätte erhalten bleiben, sagt er. Bei der Gretchenfrage nach der Auslastung relativiert er: Das Schulbudget sei begrenzt, man müsse sich mit Besuchen der Eishalle nach der Decke strecken.

Der Eishockeyverein HCH hofft auf die Rettung der Anlage. Demnächst werden mit dem Verband intern die Rahmenbedingungen für den Meisterschaftsbetrieb abgeklärt, dann starten Verhandlungen mit der Stadt über die Eiszeit. Die Anforderung ist laut Vereinssprecher Bernd Pötscher unverändert: Eis von November bis Februar.

Dem Vernehmen nach laufen daneben Bemühungen um eine Landesförderung für den Betrieb der Halle. Der Wunsch ist offenbar bereits an VP-LAbg. Hubert Lang herangetragen worden, der Sportfördertopf wird von LH Franz Voves verwaltet. Ob das Land angesichts der Finanzmisere Geld für Kunsteis hat, ist offen.

S pannend ist, dass der HCH inzwischen bei der Stadt um eine Sportförderung für die nächste Saison angesucht hat. Der Finanzausschuss befasst sich heute damit. Denkbar ist eine Zusage unter der Auflage, dass im Herbst auch wirklich gespielt wird.

THOMAS PILCH

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