Fette Sprüche im Plenum
In letzter Gemeinderatssitzung des Jahres feuerten Grüne aus allen Rohren gegen VP-Stadtchef Pack - uns dessen Verwandte.
Hoch emotional, gespickt mit fetten Sprüchen (siehe Zitate-Sammlung links) ging es bei der Hartberger Gemeinderatssitzung zur Sache. Aus allen Rohren - als gelte es, im alten Jahr noch rasch alle Munition zu verballern - feuerten die Grünen. Fraktionschef Heinz Damm und Stadtrat Christoph Wallner knöpften sich dabei nicht nur VP-Bürgermeister Karl Pack vor, sondern auch dessen familiäres Umfeld.
Als erster bekam Bürgermeister-Sohn Jochen Pack, vormals VP-Nationalratsabgeordneter und Obmann des Regionalmanagements (RMO), sein Fett ab. Dessen Bestellung zum Projektleiter für das RMO und den Entwicklungsförderungsverband (EV) werteten die Grünen als Indiz für "Freunderlwirtschaft", wogegen sich Karl Pack aufgebracht wehrte. Für Rumoren sorgte die Folgerung Damms, dass "ausgeschiedenen Politikern öffentliche Gelder zugeschoben werden". Am Telefon der Kleinen Zeitung legte Damm nach: Der EV gehöre abgeschafft, da er eine Spielwiese für Abgeordnete sei, die zu wenig zu tun hätten.
Kaum war die Debatte beendet, rieben sich die Grünen an der Subvention für das viel umjubelte "Rock Symphonic"-Konzert. Es könne nicht Aufgabe der Gemeinde sein, ein wirtschaftlich erfolgreiches Event mit Tausenden Euro zu sponsern, kritisierte Damm. "Es ist kein Nachteil mit dir verwandt zu sein", ätzte er Richtung Pack. Hintergrund: Intendantin Hermine Pack, die alljährlich unzählige Stunden gratis in die Vorbereitung investiert und damit die positive Bilanz erst ermöglicht, ist die Schwester des Bürgermeisters. THOMAS PILCH








