Pack schnürt Millionen-Paket
Um bis zu 13 Millionen Euro will die Stadt Hartberg ihre Sportanlagen ausbauen. Inklusive zwei neuer Hallen und eines Hotels.

Foto © GEPAUm bis zu 13 Millionen Euro soll das Sportangebot laut Bürgermeister Karl Pack ausgebaut werden
Die Stadt Hartberg möchte sich als Sportstadt stärker in die Auslage stellen und lässt sich das eine schöne Stange Geld kosten. Um bis zu 13 Millionen Euro soll das Sportangebot "in der nächsten Legislaturperiode", wie Bürgermeister Karl Pack (VP) erklärt, ausgebaut werden. Auf seinem Wunschzettel stehen eine Volleyballhalle für das angepeilte Bundesleistungszentrum, eine befahrbare Multifunktionshalle (etwa für Eishockey oder Konzerte) und ein ans "Herz" angedocktes Hotel mit 80 bis 100 Betten. Gebaut werden sollen die zwei Hallen auf dem Gelände des Bauhofes, der nächstes Jahr an den Stadtrand ausgesiedelt wird.
Zusätzlich plant die Gemeinde eine Attraktivierung des "Herz" durch den lange debattierten Ausbau der Saunalandschaft. "Wir können nicht mit den Thermen konkurrieren, möchten den Gästen aber ein schlüssiges Gesamtangebot bieten", sagt Manfried Schuller, Geschäftsführer der städtischen Immobiliengesellschaft HSI. Sei der Beherbergungsbetrieb als letzter Puzzleteil fertig, werde man im Lande kaum eine vergleichbare Anlage finden, schwärmt Pack.
Während sich der Hotelbau über den Betrieb refinanzieren lasse, bleiben Sporthallen freilich "Abgangsbetriebe", macht sich Pack keine Illusionen. "Aber das sind Investitionen für unsere Jugend." Deshalb versuche man, bei den Hallen Bund und Land als Mitzahler zu ködern. "Mindestens" 60 Prozent der bis zu 13 Millionen Euro müsse aber die Gemeinde alleine schultern, rechnet Pack. Kritik übt er an Hartberger Schulen: Es gehe nicht an, dass diese um die kostenlose Nutzung städtischer Anlagen bitten und dann in die Thermen statt ins "Herz" baden fahren.
Des Bürgermeisters Pläne sind hoch gesteckt. Auch das Parkdeck und den Schlossumbau hat er sich bis 2015 vorgenommen. Macht alles in allem ein Volumen von 22 bis 25 Millionen Euro, wie er bestätigt. Geld, das aus der Veranlagung genommen werden muss. Komplett ausräumen wolle er den Topf aber nicht, gelobt er. Geld für Notfälle bleibe immer auf der hohen Kante.







