Zug um Zug in die Lange Nacht der Museen
In der Region öffnen am Samstag, dem 3. Oktober, viele Sammlungen ihre Türen. Eine Attraktion ist der Museumszug Fürstenfeld-Hartberg.

Foto © ReutersDie "Lange Nacht der Museen" findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt
Auf deutlich größeres Echo als bisher ist die Einladung an die Museen der Region gestoßen, sich an der österreichweiten Langen Nacht der Museen unter Patronanz des ORF zu beteiligen. Zu einem besonderen Angebot haben sich Fürstenfeld, Bad Blumau, Bad Waltersdorf und Hartberg am Samstag, dem 3. Oktober, entschlossen: Sie öffnen nämlich nicht nur alle ihre Sammlungen, sondern per Thermenbahn gelangen die interessierten Nachtschwärmer auch von einem Ort zum anderen. "Wir bieten mit der Aktion 'Vier Museen in einer Nacht' die Möglichkeit auf den Spuren der Eisenbahn auch unsere Nachbarmuseen zu besuchen. Für die Fahrt nach Fürstenfeld beziehungsweise Hartberg stellen die ÖBB Gratistickets zur Verfügung, die Rückfahrten werden mit Autobussen organisiert, sodass die Besucher rund um Mitternacht wieder ihren Ausgangspunkt erreichen", verrät Karl Amtmann vom Museumsverein Fürstenfeld die Details.
Dichtes Programm
In den Museen selbst wartet ein dichtes Programm, das in der Fürstenfelder Pfeilburg (ab 18 Uhr) vom Museumserlebnis für Kinder über eine Schnupftabakverkostung, kunstgeschichtliche Führungen bis zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Rock und Pop reicht. Im Dorfmuseum Bad Blumau darf man im Reich von "Heilwurz und Zauberkraut" riechen, fühlen und spüren, während es in Bad Waltersdorf ab 20 Uhr um die Römerzeit geht. Im Museum Hartberg gibt es von 18 bis ein Uhr in der Früh Sonderführungen in einer Schulklasse aus den 1950er Jahren, Töpfern wie die Römer oder den Vortrag "Visionen zur Eisenbahn". Auf die hungrigen Gäste warten kulinarische Genüsse mit historischem Hintergrund.
Blick ins Universum
Erstmals nimmt auch der Ökopark Hartberg am nächtlichen Museumserlebnis teil. Dort wirft man unter anderem einen Blick ins Universum, lernt Einstein begreifen oder kann im Maxoom Filme betrachten.
Aber auch für jene, die sich nicht in den Zug setzen möchten, bleibt in der näheren Umgebung genug zu tun. So präsentiert das Fehringer Gerberhaus Österreichische Malerei und Plastik nach 1950 mit Werken von Bohatsch, Brus, Maitz, Karner, Nitsch, Schmalix und anderen großen Namen der Kunstszene. "Die Ausstellung ist nur am Samstag von 14 bis ein Uhr in der Nacht und am Sonntag von zehn bis 18 Uhr zu besichtigen", rät Franz Cserni, nicht lange zu überlegen.
Ebenfalls in Fehring wird unter dem Motto "Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach" in die Berghofer-Mühle geladen, wo es von 18 Uhr bis Mitternacht, jeweils zur vollen Stunde Führungen gibt und Kinder den Mühlengeist Ferdinand treffen können. Wer kulinarischen Erlebnissen etwas abgewinnen kann, ist bei zwei weiteren Vorzeigebetrieben der Region richtig: Edelbrenner Alois Gölles und Josef Zotter laden in Bergl bei Riegersburg und Stang in die Welt der feinen Essenzen und der handgemachten Schokoladen.
100 Jahre Lugitsch
Auf die Spuren der Unternehmerfamilie Lugitsch, die vor kurzem ihr 100-Jahr-Jubiläum feierte, begibt sich schließlich der Kulturverein "Dorfleben" in Gniebing. "Die Sonderausstellung 100 Jahre Lugitsch wird um 19 Uhr eröffnet und ist ebenso wie das gesamte Vulkanmuseum während der Langen Museumsnacht zu besichtigen. Geöffnet wird auch das Lugitsch-Elektromuseum an der Raab sein", freut sich auch Johann Schleich, "Dorfleben"-Obmann, auf zahlreichen Besuch.
Sensationell ist schließlich der Preis für die Tour durch die nächtliche Museumslandschaft der Region: Für sechs Euro pro Person ist man überall mit dabei.







