Eine hohe Aufklärung bei Raub
Straßenraub gehört zwar zum Alltag, doch sind die Delikte heuer zurückgegangen. Das gilt auch für Überfälle auf Geldinstitute, Tankstellen, Lokale und Geschäfte.

Foto © Sujet/APADie Täter gehen immer brutaler vor
"Die Spitze war zweifellos im vergangenem Jahr", sagt der Grazer Franz Maier vom Grazer Kriminalreferat. "2008 wurden rund 190 Raubdelikte angezeigt, so viele, wie noch nie zuvor." Heuer stellt sich die Lage bisher günstiger dar: 52 Überfälle, davon nur drei fingierte. Im selben Zeitraum des Vorjahres war die Polizei in Graz mit 29 fingierten Raubüberfällen konfrontiert.
Weniger Raubüberfälle. Aber nicht nur die Grazer Polizei hatte heuer weniger Raubüberfälle zu bearbeiten, sondern auch das Landeskriminalamt. Die LKA-Raubgruppe ist für Überfälle auf Banken, Postämter, Juweliere, Tankstellen, Wettcafes, Trafiken und sonstige schwere Raubdelikte zuständig. Heuer mussten die Kriminalisten zu einem Bankraub, sowie Überfälle auf zwei Postämter, vier Wettcafes, eine Tankstelle, eine Trafik, ein Gastlokal und einen Lkw ausrücken.
Brutal. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres weist die Statistik 18 Raubüberfälle auf, also um fünf mehr als heuer. Im ganzen Jahr 2008 waren es 42, um 16 weniger als im Spitzenjahr 2006.
Weitere Delikte. 16 weitere Raubdelikte - vorwiegend Straßenraub - wurden heuer bisher von den Polizeiinspektionen in den Bezirken bearbeitet.
Hohe Aufklärungsrate. Während bei Eigentumsdelikten wie etwa bei Wohnungs- oder Geschäftseinbrüchen die Aufklärung dramatisch sinkt, können die Raubermittler auf eine hohe Aufklärung verweisen. Laut LKA werden über 50 Prozent der Überfälle geklärt.
Schwere Verletzungen. Zu denken gibt, dass die Täter immer brutaler vorgehen. So wurde erst vor einem Monat in Hartberg ein Opfer zusammengeschlagen. Einige Tage später ein noch brutalerer Fall in Graz: Mit einer Stange schlugen die Täter auf das Opfer ein und verletzten es schwer.







