Seuche verschont Bäume
Im Bezirk sind bis dato noch keine Fälle von Feuerbrand bekannt. Endgültig aufatmen können die Obstbauern aber erst mit Ende der Blütezeit.

Foto © APA/SujetWenn sich die Blätter einrollen und verbrannt wirken oder sich auf den Wundstellen Schleim bildet ist ein Obstbaum mit Feuerbrand infiziert
Warme Temperaturen im Frühling begünstigen die Ausbreitung der Obstbaumseuche Feuerbrand. Zwar ist die Gefahr noch nicht gebannt, vorerst können die Obstbauern im Hartbergerland aber aufatmen. Der Grund: Die Temperaturen sind für die Ausbreitung zu niedrig. Sollte es dennoch zu einer Infektion kommen, ist der Einsatz des Antibiotikums Streptomycin erlaubt.
Für blühende Birnenbäume ist das Antibiotikum seit 15. April freigegeben. Da bis dato aber noch keine Infektion bekannt ist, musste es auch noch nicht eingesetzt werden. Zudem blüht die Birne jetzt schon ab, weiß Johann Reisinger, Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer. Und auch für Apfelbäume ist die Infektionsgefahr momentan gering. "Es ist zwar feucht und schwül, die Temperaturen sind aber noch nicht so hoch", erklärt der Kammerobmann. Schließlich verbreite sich die Seuche nur bei entsprechender Witterung.
Erst mit Ende der Blütezeit ist die Feuerbrandgefahr endgültig gebannt. Im Bezirk sollte das spätestens Ende Mai der Fall sein, sagt Reisinger. Aber nicht nur über die Blüten kann das Bakterium in den Baum eindringen. Passieren kann eine Infektion auch durch Wunden, die beim Obstgehölzschnitt entstehen.
Infektion. Dass ein Obstbaum mit dem Bakterium infiziert ist, kann man folgendermaßen erkennen: "Wenn sich die Blätter einrollen und verbrannt wirken oder sich auf den Wundstellen Schleim bildet", erklärt Reisinger.
Features
Feuerbrand
Von Feuerbrand sind vor allem Kernobstbestände und Ziergehölzer wie der Feuerdorn betroffen.
Bei akuter Gefahr ist der gezielte Einsatz des Antibiotikums Streptomycin erlaubt.
Aktuelle Informationen zum Feuerbrand und zur Infektionsgefahr gibt es unter www.kernteam.at.








