Kaum Konkursmasse für die Anleger in Hartberg
Nach Pleite von Karibik-Veranlager: Droht Hartberg eine Rückforderung?

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Nach der Pleite jener Investmentfirma, die 860.000 Euro des Gemeindevermögens in der Karibik versenkt hat (wir berichteten), rennen die geschädigten Anleger um Stücke aus dem Kuchen der Konkursmasse. Doch die dürfte winzig sein: Man ziehe gerade die Guthaben auf Konten und bei Wertpapieren ein und rechne mit einem Kassenstand von 300.000 Euro, sagte Masseverwalterin Ulla Reisch der Tageszeitung "Wirtschaftsblatt". Dem gegenüber waren laut der Bilanz 2007 Genussrechte und Anleihen im Wert von 50 Millionen Euro ausgegeben worden.
Auch die Gemeinde Hartberg investierte mehr als eine Million Euro - 200.000 rettete man kurz vor Verhängung des Konkurses am 23. Dezember. Aus Finanzkreisen kommt nun jedoch die Befürchtung, die Masseverwalterin könnte das bereits wieder auf dem Konto der Stadt verbuchte Geld zum Schutz anderer Gläubiger zurückfordern. Die letzten 60 Tage vor der Eröffnung eines Konkurses seien eine sensible Phase - ein Anfechtungsprozess wäre denkbar, heißt es. Zumal die Stadt mit ihren Genussscheinen Miteigentümerin des Unternehmens gewesen sei und als solche Fremdkapitalgebern kein Geld vorenthalten dürfe. Darüber hinaus gab es eine personelle Verflechtung zwischen dem Verwalter des betroffenen Hartberger Portfolios und der bankrotten Firma. Für viele Anlegter dürfte es, so oder so, zum Totalverlust kommen.







