Krise zeigt Auswirkungen
Arbeitslosigkeit stieg im Dezember um 9,3 Prozent gegenüber Vorjahr.

Foto © Thomas PilchAm stärksten betroffen sind bis dato unqualifizierte Arbeitskräfte
Im November war die Arbeitslosigkeit im Bezirk entgegen dem steiermarkweiten Trend um lediglich 0,9 Prozent im Vergleich zum Jahr davor gestiegen. Ein Monat später, im Dezember, gab es nun allerdings bereits ein Plus von 9,3 Prozent. Somit hat die Finanzkrise auch Hartberg erreicht. Am stärksten betroffen sind bis dato unqualifizierte Arbeitskräfte.
Arbeitslosigkeit. "Es gibt einen relativ starken Anstieg bei Hilfs- sowie Reinigungsberufen", erklärt Herbert Paierl vom Arbeitsmarktservice (AMS) Hartberg. Hier gebe es um bis zu 50 Prozent mehr Jobsuchende. Und weil meist arbeitslos gemeldete Frauen schlechter qualifiziert seien als Männer, sind Frauen mit einem Plus von 12,5 Prozent auch stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen.
Auftragslage. Die Aufträgslage in den Firmen ist im Moment unterschiedlich. "Wir haben Betriebe, die gut ausgelastet sind, und andere, bei denen die Aufträge aufgrund der Krise zurückgegangen sind", sagt Paierl. Eine kleinbetriebliche Struktur wie im Bezirk sei in wirtschaftlich kritischen Zeiten allerdings von Vorteil.
Bilanz. Wie sich die Arbeitslosigkeit weiter entwickeln wird, kann der Experte im Moment nicht abschätzen. "Die totale Katastrophe ist noch nicht ausgebrochen", zieht Paierl eine vorläufige Bilanz. Immerhin habe es im Jahr 2005 mit mehr als 3000 Arbeitslosen mehr Jobsuchende als im vergangenen Monat gegeben.
Features
Kommentar
Großes Special
Fakten
Steiermarkweit stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember um 13,2 Prozent, österreichweit um 8,2 Prozent.
Insgesamt gab es im Bezirk im Dezember ein Plus an 1715 Jobsuchenden.
Die größte Zunahme gab es bei den unter 19-jährigen Männern. Die einzige Gruppe, wo es um zwei Jobsuchende weniger gab, waren unter 19-jährige Frauen.







