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    Zuletzt aktualisiert: 26.01.2009 um 19:23 UhrKommentare

    Kein Arzt zur Totenbeschau

    Distriktsärzte werden nicht nachbesetzt. Im Bezirk Fürstenfeld kämpft man mit den Folgen. Bis Mitte Februar will man eine dauerhafte Lösung finden.

    Foto © APA

    Mit Ende des Jahres 2008 ist Helmut Höllerl als Distriktsarzt in Pension gegangen. Die Stelle wird nicht mehr nachbesetzt. Das Land hat per Gesetz im Jahr 2003 das Auslaufen des wegen des Pensionsanspruches teuren Systems beschlossen. Die Gemeinde Altenmarkt steht nun vor der Frage, wer die Agenden übernimmt. Dabei geht es vor allem um die Totenbeschau.

    Nachvollziehbar. "Wir haben alle Ärzte in der näheren Umgebung angesprochen, aber keiner will sich das antun. Schlussendlich bleibt der Bürgermeister als Sanitätsbehörde erster Instanz übrig", klagt Ortschef Albert Samer. Er kann die Seite der Ärzte durchaus nachvollziehen: finanziell sei es uninteressant, es bestehe eine hohe Verantwortung, dazu komme, dass bei einer Verhinderung auch noch eine Vertretung gefunden werden müsse. Zum Glück habe man bisher noch keinen Fall gehabt, so Samer. Er hofft auf eine bezirksweite Lösung und auf die Stadt Fürstenfeld. Dort versuche man, mit den praktischen Ärzten eine vorübergehende Lösung zustande zu bringen, so Bürgermeister Werner Gutzwar. Da könnte Altenmarkt, das im Sprengel liegt, dabei sein. Gutzwar: "Haupthema ist natürlich die Totenbeschau. Ich bin zuversichtlich, dass wir das lösen können." Die Untersuchung bei alkoholisierten Lenkern nehmen bereits Spitalsärzte vor.

    Der Knackpunkt liegt bei den Untersuchungen nach dem Unterbringungsgesetz (UbG) (für Einweisungen in psychiatrische Krankenhäuser), betont Peter Zechner, Mediziner in Großwilfersdorf und Bezirksärztevertreter. "An der Bereitschaft, die Gemeinden zu unterstützen, mangelt es nicht. Wir wollen sie nicht im Stich lassen und führen die Totenbeschau durch. Das haben wir über den Bereitschaftsdienst organisiert. Aber was wir nicht einsehen, ist, dass wir Bundesagenden übernehmen sollen." Darum handle es sich bei diesen Untersuchungen. Die sind vor allem deshalb so ungeliebt, weil sie fachlich und rechtlich schwierig sind. Zechner: "Als Notnagel für eine heikle Angelegenheit herhalten, das wollen wir nicht. Das mögen Experten machen."

    Lösung. Im Land arbeitet man an einer Lösung für den Bezirk Fürstenfeld. Wie die aussehen könnte, will Bernhard Langmann, Leiter der Personalabteilung, nicht verraten, weil die Verhandlungen noch laufen. Es gäbe aber mehrere Alternativen: "Wir sind bestrebt, bis Mitte des nächsten Monats eine dauerhafte Lösung zu finden." Die könnte später auch in anderen Bezirken zum Tragen kommen.

    HELMUT STEINER

    Kommentar

    Helmut SteinerScheibchenweise von Helmut Steiner

    Zum Gesetz

    August 2003: Gesetz zum Auslaufen des Distriktsärztesystems tritt in Kraft. Gemeinden haben Sanitätsdienst für Aufgaben des öffentlichen Gesundheitswesens einzurichten: Totenbeschau, schulärztlicher Dienst, Untersuchungen UbG und StVO.

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