Haus im Grünen regt auf
Gemeinde Schönegg will Haus mit acht Wohnungen neben das Gemeindeamt bauen. "Mitten in die Pampa", kritisiert ein Nachbar das Projekt.

Foto © PILCHBinnen eines Monats habe man sechs Anmeldungen für die Wohnungen verzeichnet, sagt Franz Winkler
Ein Wohnhaus für sechs bis acht Parteien möchte die Gemeinde Schönegg direkt neben Gemeindeamt, Kindergarten und Volksschule bauen. Das Grundstück ist gewidmet, der Plan bereits im Entstehen, doch nun gibt es Kritik: Es sei unverständlich, warum die Gemeinde so ein Haus "mitten in die Pampa" setze, kritisiert ein Nachbar. Es gebe hier kaum andere Häuser, kein Geschäft, kein Gasthaus und auch das Gemeindeamt werde im Zuge der Strukturreform wohl bald verschwinden, meint Johann Berger. "Für sinnlose Projekte scheint im Land immer genug Geld vorhanden zu sein."
Bürgermeister Franz Winkler (VP) weist die Kritik zurück. Der Standort sei freilich nicht urban, liege aber günstig im Dreieck der Orte Hartberg, Kaindorf und Pöllau. "Ein echtes Ortszentrum hat Schönegg ja nicht." Die Gemeinde habe den Bau des Wohnhauses beantragt, das Land die Sache geprüft und die Genehmigung erteilt. Über mangelnden Zuspruch potenzieller Mieter könne man sich nicht beklagen, sagt Winkler. Binnen eines Monats nach Ausschreibung in der Gemeindezeitung habe man sechs Anmeldungen verzeichnet. Ein guter Trend, wie er meint, immerhin drohe dem Pöllauer Tal starke Abwanderung. Gebaut und vermietet werden soll das Haus von der ÖWG, nach 50 Jahren fällt die Immobilie an den Grundbesitzer, also die Gemeinde.
Die Gemeindereform betrachtet Winkler nicht als Hindernis. Zumindest als Servicestelle werde es das Gemeindeamt in Schönegg noch jahrelang geben, die Schule und den Kindergarten "für immer", ist er überzeugt. Darum hat sich die Gemeinde gleich die Option für den Bau eines zweiten Hauses gesichert.







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