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    Zuletzt aktualisiert: 22.12.2011 um 20:30 UhrKommentare

    Der Sport gab ihm neuen Lebenssinn

    Mut, Ehrgeiz und der Glaube an Gott halfen Manfred Putz nach Unfall zurück ins Leben.

    HANDBIKE. Manfred Putz gehört zu jenen Menschen, mit denen es das Schicksal nicht immer gut gemeint hat. Nach einem Autounfall im Juni 1996 war er drei Stunden lang in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Nachdem man ihn barg, lautete die Diagnose auf Querschnittlähmung. Sechs Wochen Krankenhaus, sieben Monate Rehabilitation in Tobelbad, sechs Wochen chinesische Medizin in Innsbruck und zehn Wochen bei Willi Dungl in Gars am Kamp brachten keine Hoffnung, die Motorik an den Beinen wiederzuerlangen.

    Große Willenskraft, Mut, Ehrgeiz und der Glaube an Gott gaben dem Leben des jetzt 42-Jährigen aus Grafendorf einen neuen Sinn. "Ich habe alles versucht und brauche mir jetzt keine Vorwürfe zu machen, etwas nicht probiert zu haben", sagt Putz heute.

    Schon Fitnessguru Willi Dungl sagte Putz eine unglaubliche Willenskraft nach. Also ging er mit ständig neuen, erreichbaren Zielen an sein Leben im Rollstuhl heran. Er baute ein rollstuhlgerechtes Haus und gründete eine Familie.

    2001 suchte er, nachdem er trotz Behinderung vieles geschafft hatte, nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung. Dabei stieß Manfred Putz auf Fritz Hopfgartner, einen Behindertensportler aus Mautern. Putz erwarb dessen Handbike und begann regelmäßig zu fahren. "Ich wollte kein Leben mit Therapien verbringen. Beim Handbiken sah ich sofort, dass das besser ist, als jede Therapie. Und nach einigen Monaten wurde aus dem regelmäßigen Fahren ein Training", erzählt Putz.

    2002 nahm er am ersten nationalen Bewerb teil, ein Jahr später startete er auch schon beim Europacup. Der weitere Verlauf der Karriere brachte Putz große Erfolge: 2005 eroberte er EM-Silber, 2006 gewann er den Weltcup, 2007 feierte er sieben Europacup-Einzelsiege, 2008 errang er bei den Paralympics in Peking die Ränge vier und fünf.

    Glaube an Gott

    "Mich macht der Glaube an Gott sehr stark. Er hat mir Mut und die Kraft gegeben, mir die vielen Reisen, die mit meinem Sport verbunden sind, zuzutrauen", sagt er. "Anfangs muss man sich überwinden, jetzt ist alles zur Selbstverständlichkeit geworden - das Training, das Autofahren und die vielen Reisen mit dem Flugzeug", sagt Putz, denn das Training für die neue Saison hat begonnen. Das große Ziel von Putz heißt Olympia 2012 in London. JOSEF SUMMERER


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