Mitten im Wüstensturm
Handbiker Manfred Putz startete mit drei Rennen in der arabischen Wüste in die neue Saison.
Nach einem 14-tägigen Trainingslager, bei dem es täglich zwei zweistündige Trainingseinheiten gab, bestritten die Handbiker heuer in der Wüste bei Abu Dhabi ihre ersten Weltcuprennen. Mit dabei war auch der Grafendorfer Handbiker Manfred Putz, der heuer sein Vorbereitungstraining individuell gestaltete.
Putz in bester Form. Wie die abschließenden drei Rennen bewiesen, befindet sich Putz bereits in bester Form. "Das Training unter diesen Voraussetzungen war das härteste, das man sich vorstellen kann. Fast täglich brauste ein Wüstensturm mit bis zu 100 Stundenkilometern über uns hinweg. Da kann man kaum atmen. Die Sandkörner werden durch das Renndress auf die Haut gepeitscht", schildert Putz.
Rang vier. Im Straßenrennen mischte Putz in der fünfköpfigen Spitzengruppe mit. Im Sprint musste er sich dann dem Olympiasieger Heinz Frei (SUI), sowie Vittorio Podesta (ITA) und Stefan Bäumann (GER) geschlagen geben und belegte Rang vier. "Da sah ich aber schon, dass ich voll dabei bin", sagt Putz zufrieden.
Wer zuletzt lacht... Beim 15-Kilometer-Eintelzeitfahren kostete ein "Blackout" wahrscheinlich den Sieg. "In einem Kreisverkehr habe ich die falsche Ausfahrt genommen. Da ich am Ende 54 Sekunden hinter dem Sieger auf Rang sechs ins Ziel gekommen bin, weiß ich, dass ich um den Sieg mitgefahren wäre", erläutert Putz sein Missgeschick. Im abschließenden 13-Kilometer-Bergrennen zeigte der Grafendorfer seinen Konkurrenten nur das Hinterrad. Nach etwa fünf Kilometern musste auch Frei als letzter Verfolger abreißen lassen und Putz siegte mit einem gigantischen Vorsprung von mehr als vier Minuten auf den Olympiasieger.
Richtig trainiert. Der Abstecher in die Wüste von Abu Dhabi hat sich für Manfred Putz auf jeden Fall gelohnt. Er weiß, dass er richtig trainiert hat. "Die knochenharte tägliche Arbeit auf dem Langlaufschlitten im Winter hat mich stark wie nie zuvor gemacht. Sie dürfte eine perfekte Basis für das große Saisonziel von heuer sein", ist Putz optimistisch.
Etappenrennen. Neben der Weltmeisterschaft in Sevilla Anfang September trainiert Putz heuer auf ein Etappenrennen in Alaska Ende Juli hin, bei dem in acht Tagen 13.000 Höhenmeter zu überwinden sind.








