Die Kirche wird gesperrt
Der Holzwurm nagt an der Einrichtung der Fürstenfelder Stadtpfarrkirche. Die Begasung erfordert eine sechswöchige Sperre ab 21. April.

Foto © Johann Schleich
Im Zuge der Anschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche Fürstenfeld wurde festgestellt, dass die Kirchenbänke, Statuen und Holzteile in der Kirche vom Holzwurm befallen sind. Ab 21. April wird die Stadtpfarrkirche für mindestens acht Wochen gesperrt, weil die Kirche ausgegast werden muss. Die Gottesdienste finden während dieser Zeit in der Augustinerkirche statt. Außerdem kam es im Altarbereich der Kirche zu einem Unfall, bei dem die steinerne Kommunionbalustrade aus dem Jahr 1775 umgeworfen und zerschlagen wurde. Diese Balustrade wird derzeit restauriert und nach Wiederherstellung an einem neuen Platz in Dekorfunktion angebracht.
Überraschung.
Die Rettungsaktion für die Kirchenbänke aus dem 18. Jahrhundert und die Entstaubung der Altäre kam für Pfarrer Walter Hübler etwas überraschend: "Es blieb uns trotz der hohen Investitionen für die Orgel keine Wahl. Wir mussten uns auch für die Begasung der Kirche entscheiden. Dazu kommt jetzt, dass die Kirche auch noch ausgemalt werden muss, was uns inklusive Begasung weitere 110.000 Euro kostet."
Wertvoll.
Die alte Orgel wurde aus dem spätbarocken Orgelgehäuse aus dem Jahr 1752 ausgebaut. Dieses hölzerne Orgelgehäuse ist kunsthistorisch derart wertvoll, dass es erhalten werden muss. Die neue Orgel, die im Dezember nach Fürstenfeld kommt, wird in dieses Orgelgehäuse eingepasst. Dazu Pfarrer Hübler: "Die neue mechanische Orgel kostet 435.000 Euro. Die Finanzierung war nur durch die großzügige Spende der Familie von Konsul Herbert Depisch möglich. Die alten Orgelpfeifen werden gegen Spenden verkauft."








