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    Zuletzt aktualisiert: 15.01.2008 um 06:48 Uhr

    Arcelor: Mit Sägedraht bis zur Weltspitze gekämpft

    In 15 Monaten verdreifachte das Fürstenfelder Werk des Arcelor-Mittal-Konzerns die Produktion von Silizium-Sägedraht. Nun wird kräftig in den ehemaligen Zusperr-Kandidaten investiert.

    Arcelor

    Foto © APAArcelor

    Große Bündel aus dickem, grauen Draht lagern am Boden der Halle, ein Hubstapler holt eines nach dem anderen, um es in jenen Prozess einzugliedern, an dessen Ende extrem dünner Draht fein säuberlich auf große Rollen gewickelt steht. Draht, mit 0,08 Millimetern kaum dicker als ein menschliches Haar, der als Sägedraht für die Elektronikbranche benötigt wird.

    Spezialprodukt. Erzeugt wird dieses weltweit gefragte Spezialprodukt von der Firma Arcelor in der Fürstenfelder Industriezone. "Dieser Sägedraht, mit dem in der Halbleiterindustrie Scheiben aus Siliziumkristallen als Basis für Prozessoren und Schaltungen geschnitten werden, muss immer dieselbe hohe Qualität haben, darf nicht brechen und seine Eigenschaften nicht verändern", erklärt Geschäftsführer Joseph Riedl das derzeit wichtigste Erzeugnis, von dem jährlich 400 Tonnen die Firma verlassen.

    1.350 Tonnen Jahresproduktion. Dazu kommen noch Drähte, unter anderem für Aufzugseile, Förderbänder und Baustellenfahrzeuge und verzinkte Seile für Schiffe, sodass die Spezialdraht-Gesamtproduktion im vergangenen Jahr 1350 Tonnen betragen hat. Mit der Produktion von 8300 Tonnen vermessingtem Material für das Schwester-Werk in Ungarn kommt man auf 9650 Tonnen und einen Umsatz von 12,5 Millionen Euro.

    Kapazitätsausweitung. "Für 2008 planen wir bei den Spezialdrähten eine Steigerung auf 2250 Tonnen und allein damit einen Umsatz von 10,5 Millionen Euro", kann Riedl stolz in die Zukunft blicken, in die vom Konzern - mittlerweile Teil des weltgrößten Stahlkonzerns Mittal - auch kräftig investiert wird. So stehen heuer 700.000 Euro für die Modernisierung der Anlagen zur Verfügung, 1,3 Millionen fließen in neue Maschinen für die Sägedrahterzeugung, die innerhalb der letzten 15 Monate die Kapazität verdreifacht hat. 850.000 Euro gab es schon im Jahr 2007 für die Kapazitätsausweitung. Aufträge erwartet man sich vor allem auch aus der ständig wachsenden Solar-Industrie, in der Silizium eine wesentliche Rolle spielt. Wachsen soll auch der Personalstand: Zu den derzeit 85 Mitarbeitern kommen demnächst fünf weitere.

    Alternativprodukte. Eigentlich aber hätte im Jahr 1997 alles ganz anders kommen sollen, als die Fürstenfelder Stahlcord, die seit 1974 im Rahmen der Pengg-Gruppe Stahlseile (Corde) für die Reifenindustrie fertigte, in Insolvenz und Zwangsausgleich geschlittert war. Mit der Verlagerung der Stahlcord-Produktion in das ungarische St. Gotthard kam es in Fürstenfeld zu Personalreduktionen und es stand sogar die Schließung zur Debatte. "Das war auch 2002 die Absicht, als der luxemburgische Stahlkonzern Trefil Arbed - später Arcelor - die beiden Werke übernahm. Unsere Rettung und möglicherweise auch jene des Mutterwerks war die Herstellung von Alternativprodukten, wie eben die Sägedrähte, für die andere Firmen der Branche zu groß waren. Diese besondere Qualität gibt es weltweit nur zwei Mal", berichtet Riedl.

    Teamarbeit. Selbst seit 1978 im Unternehmen und seit Anfang 2006 Vorstandsdirektor in Fürstenfeld, ist Riedl überzeugt davon, dass die Erfolgsgeschichte vor allem das Verdienst der langjährigen und guten Mitarbeiter ist: "Die Teamarbeit ist bei uns sehr intensiv, das hat sich vor allem in Zeiten, als es uns nicht so gut ging, gezeigt. Die Mitarbeiter, zum Teil seit 20 oder 30 Jahren im Unternehmen, werden bei uns entsprechend ausgebildet und sind selbst für Qualitätssicherung, Maschinen und Produktentwicklung verantwortlich."

    REGINA TRUMMER

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