"Plötzlich hatte er einen Revolver in der Hand"
Polizisten überwältigten einen betrunkenen Autofahrer, der plötzlich zur Waffe gegriffen hatte.

Foto © Weichselbraun/Sujet
"Wahnsinn, was alles hätte passieren können, wenn wir die Waffe nicht gleich gesehen hätten." - Walter Herbst von der Polizeiinspektion Ilz war es auch am Donnerstag noch mulmig, wenn er an Einsatz in der Nacht zuvor denken musste.
Alkotest
Zusammen mit seinem Kollegen Christian Mareck war er gegen 23 Uhr er zu einem scheinbar harmlosen Einsatz gerufen worden. Hausbewohner in Ilz hatten gemeldet, dass ein Betrunkener in ihrer Hauseinfahrt im Auto schlafen würde. Die Beamten fuhren hin, forderten den 55-jährigen Autofahrer zum Alkotest auf, was dieser verweigerte. "Wir haben eine halbe Stunde lang auf ihn eingeredet, er solle sich doch auf die Rückbank setzen, damit wir ihn im Auto nach Hause bringen können", erzählt Herbst. Dabei habe er der Mann immer wieder unter den Beifahrersitz gegriffen. Schließlich stieg der Oststeirer doch aus. "Da sahen wir, dass er einen Revolver in der rechten und drei Schuss Munition in der linken Hand hielt." Noch bevor der 55-Jährige die Waffe laden konnte, stürzten sich die Beamten auf ihn, rangen ihn zu Boden und legten dem Mann Handfesseln an.
Er habe sich erschießen wollen, aus Angst den Führerschein wieder zu verlieren, gab der Oststeirer später an. Den Revolver besaß er legal, tagsüber hatte er noch damit ein Schießtraining absolviert. Der Mann - bei ihm wurden später 1,56 Promille gemessen - wurde in die Sigmund-Freud-Klinik eingewiesen.







