Genussfähigkeit steigern
Richtige Motivation, keine Verbote und Beratung als Basis für Fastenzeit.
Zu Beginn ist die Motivation groß, und die Ziele sind meist hochgesteckt - Experten aus der Region geben Tipps für gesundes Fasten und klären über häufige Fehler auf.
"Zu allererst sollte ich mich fragen, wieso ich faste - viele haben die falsche Motivation", erklärt Angelika Neuhold, von Biolog in Feldbach. Der Wunsch, in dieser Zeit Gewicht zu verlieren, solle nicht der Ansporn sein. Fasten ist laut der Expertin keine Dauerlösung und dient daher auch nicht der dauerhaften Fettreduktion: "Man könnte die Fastenzeit als Übergangsphase zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung nutzen - bei der es dann das Ziel ist, abzunehmen."
Die 40 Tage sollten laut Martina Unger, Leiterin des Gesundheitszentrum Fürstenfeld, zum bewussten Verzicht von reichhaltiger Ernährung dienen, ohne dabei zu hungern: "Durch eine Ernährung mit leicht verdaulichen Lebensmitteln kann der Körper entlastet werden."
Mental ein Zeichen setzen, ist laut Neuhold ein guter Grund zum Fasten: "Der Verzicht zum Beispiel auf Schokolade steigert die Genussfähigkeit - du erlebst das Lebensmittel dann ganz anders."
Das selbst auferlegte Verbot für gewisse Lebensmittel sieht Neuhold als Hindernis: "Wenn ich mir vornehme, etwas nicht zu essen, wie etwa Schokolade, dann denke ich bestimmt ständig daran." Besser wäre es, sich vorzunehmen "was man mehr tun will", wie etwa drei Liter täglich trinken und mehr Ballaststoffe zu sich zu nehmen.
"Wem es schwer fällt, mit dem Fasten zu beginnen oder das Programm durchzuhalten, der sollte in der ersten Woche nur einen Tag fasten, in der zweiten schon zwei und so weiter", rät Unger. Zwischendurch könne man auch einen normalen Tag einlegen.
"Für gesundes Fasten ist eine optimale Betreuung sehr wichtig - fasten kann sonst mehr Nachteile als Vorteile bringen", warnt Neuhold. Gesundheitliche Schäden wie Kreislaufprobleme, Leistungsabfall, Launenhaftigkeit und Kopfschmerzen können die Folge sein. VERENA GANGL







