Zum ersten Mal ein echtes Kellerderby
In der Landesliga empfängt Fehring heute um 19 Uhr Fürstenfeld. Es geht gegen den Abstieg.
FUSSBALL. Lange ist es her, als es im Oststeirer-Derby Fehring gegen Fürstenfeld um die Tabellenführung gegangen ist oder sich 1347 Zuseher in das Sportzentrum Fehring gequetscht haben, um sich den Klassiker nicht entgehen zu lassen. Die Realität sieht etwas trostloser aus.
Die beiden Teams liegen nur einen Punkt voneinander getrennt auf den Plätzen 12 und 13 in der Landesliga-Tabelle und befinden sich in akuter Abstiegsnot. Heute um 19 Uhr könnte es für einen der beiden Vereine einen kleinen Befreiungsschlag geben. "Es wird ein spannendes Kellerderby", sagt Fehring-Kapitän Georg Winkler, dessen Team auf den gesperrten Joze Stropnik verzichten muss. Zudem erlitt Matthias Heuberger einen Mittelhandknochenbruch. Der 29-Jährige könnte aber mit einer Spezialschiene einlaufen.
Ein Blick auf die Statistik verrät: Vieles spricht nicht für Fürstenfeld. In den bisherigen sieben Landesliga-Derbys der beiden Klubs siegte bis auf ein 3:3-Remis 2007 immer das Heimteam. Fürstenfeld wartet zudem seit 29. Oktober 2010 auf einen Erfolg (2:0 gegen die Gratkorn Amateure) und gar seit 1. Juni 2010 auf einen Auswärtssieg (3:0 in Großklein) in der Liga.
Dennoch hofft der Fürstenfeld-Kapitän auf den Umschwung. "Es spricht viel gegen uns, aber wenn wir endlich einmal zwei Spielhälften gut spielen, gewinnen wir auch wieder", sagt Christoph Wagner, dessen Einsatz aufgrund eines Muskelfasereinrisses fraglich ist. Christopher Hartinger (Muskelfaserriss) fällt aus.
Auf der Gegenseite meint Winkler, dass Fürstenfeld "zwar derzeit über uns zu stellen ist, aber nach dem Spiel ist es hoffentlich umgekehrt". Der Abstiegskampf ist in Fehring jedenfalls schon seit Saisonbeginn angenommen worden - im Gegensatz zu Fürstenfeld. Wagner: "Wir haben erwartet, dass wir schon im vorderen Drittel mitspielen werden. Auch wenn keiner mit der derzeitigen Situation gerechnet hat, sollten mittlerweile aber alle kapiert haben, dass wir ganz gehörig aufpassen müssen." MICHAEL LORBER







