Happening und textile Poesie
Die 2. Fürstenfelder Wasserbiennale präsentierte Lore Heuermanns poesievolle Stoffbahnen und Günther Pedrottis Heliumballone.

Foto © PrivatGünther Pedrotti ließ drei Heliumballone tanzen
Im Zuge der "2. Fürstenfelder Wasserbiennale" kam es zu zwei erstaunlichen Kunstaktionen im öffentlichen Raum. Lore Heuermann aus Wien überraschte mit einer poesievollen textilen Intervention im Salesgraben und der Fürstenfelder Günther Pedrotti mit einer erstaunlichen Installation in der Alten Kläranlage.
Die Pedrotti-Installation zeigte drei, im Raum schwebenden Heliumballone, die durch angehängte Gewichte und über aus Fönen zugeführte Kaltluft in Balance gehalten wurden. Die drei Kugeln, so lag es in der Absicht des Künstlers, entsprechen der Wassermolekülgruppe H-O-H. In der Alten Kläranlage wurde das molekulare Kalottensystem des Elements Wasser mit dem philosophisch-physikalischen Happening Pedrottis zum Kunstgut.
Heuermann hat ihre Botschaften auf zehn Meter langen und 50 Zentimeter breiten Stoffbahnen zum Ausdruck gebracht. Die international erfolgreiche Künstlerin, Mutter der bekannten Spitzenköchin Sarah Wiener, war im September in Fabrikshallen des Fürstenfelder ATW-Geländes in Klausur gegangen, um ihre Botschaften auf die ungebleichten Leinenbahnen zu übertragen. Nun wehen sie in den Baumkronen des Salesgrabens.
Lore Heuermann: "Meine Textilrollen, die Menschen in hoch abstrahierter Bewegung zeigen, sollen über dem Wasser hängen, ausgehend von der Idee, dass alles Leben dort seinen Ausgangspunkt genommen hat."
Fürstenfelds Kulturreferent Franz Majcen eröffnete die beiden Kunstaktionen und betonte, "dass Fürstenfeld aufgeschlossen, vielseitig und mit einem ausgewogenen Kulturprogramm die Kommunikation und die Diskussion sowohl im klassischen wie im modernen Bereich pflegt."
Letzte Station der diesjährigen Fürstenfelder Wasserbiennale bildet eine Präsentation von Zeichnungen des Hartberger Künstlers Josef Schützenhöfer, die am Freitag, dem 3. Dezember, um 19.30 Uhr im Fürstenfelder Wasserwerk zu bestaunen ist.








