Schulen mit Courage
Einsatz für die Menschenrechte: Das BG/BRG Fürstenfeld und die Realschule Feldbach wurden als "Schulen ohne Rassismus" ausgezeichnet.
Hinschauen, wenn Unrecht passiert, und aktiv werden - dazu will das Schulnetzwerk für Menschenrechte und Antidiskriminierung junge Menschen bewegen. "Zivilcourage ist jeden Tag gefragt. Wir wollen den Jugendlichen ihre Handlungsspielräume aufzeigen", erklärt der Organisator, Christian Ehetreiber von der Arge Jugend gegen Gewalt und Rassismus, die Idee dahinter.
15 Schulen haben sich in diesem Schuljahr in Form von Workshops gemeinsam mit der Arge Jugend mit dem Thema Menschenrechte beschäftigt. Zum Abschluss wurde am Donnerstag im Grazer Orpheum das siebente "Human Rights Festival" gefeiert. Dabei wurden acht Schulen für ihr besonderes Engagement mit dem Zertifikat "Schule ohne Rassismus" ausgezeichnet. Dazu zählen auch zwei Schulen aus der Region.
In der Realschule Feldbach beschäftigte man sich unter anderem mit religiösen Bekleidungsvorschriften rund um Kopftuch und Schleier. "Wir haben an der Schule auch einige Kinder mit Migrationshintergrund. Die Schüler waren sehr engagiert bei der Sache", erzählt der Lehrer Helmut Gangl.
Am BG/BRG Fürstenfeld wiederum stand etwa ein Workshop über Gewalt in den Neuen Medien am Programm. "Den Schülern wurden auch Konsequenzen davon aufgezeigt, wenn sie ihre persönlichen Daten im Internet preisgeben", erzählt die Lehrerin Sylvia Wagner. Beim Schwerpunkt "G'scheit streiten"drehte sich alles um respektvolle Umgangsformen.
Gute Resonanz
Projektleiter Ehetreiber ist erfreut über das große Engagement der Schulen. "Die beste Rückmeldung für uns ist, dass viele Schulen bereits zum wiederholten Mal mitarbeiten", sagt er.
Als Belohnung für die 650 Schüler, die insgesamt dabei waren, gab es beim Abschlussfest im Orpheum ein Rahmenprogramm mit TV-Star Roman Gregory und Kabarettist Christian Hölbling alias "Herfried".








