Auf der Hebalm läuft es rund
Im Sommer werden zum dritten Mal Laufcamps angeboten.
LAUFEN. Der kleine Ligister Laufklub "run2gether" ist bundesweit Vorreiter punkto Nutzung sportlicher Synergien und Völker verbindender Aktivitäten. 15 Laufsportler rund um Thomas Krejci unterhalten Kontakte zum Partnerklub "run2gether" in Kenia, in der Nähe von Nairobi, und veranstalten jährlich Camps auf der Hebalm. "Heuer ist es schon das dritte Mal, dass unsere Gäste uns ihren Lauf- und Lebensstil näher bringen", erzählt der Fürstenfelder.
Die ersten Kontakte knüpfte Orientierungsläuferin Ursula Kadan für ihren Trainer, die selbst ein halbes Jahr in Kenia trainierte. "Mit den Camps sprechen wir nicht nur Leistungssportler, sondern jeden Aktiven zwischen zwölf und 60 Jahren an." Grund für dieses breite Spektrum ist das gebotene Programm. "Seit ich versuche, den kenianischen Laufstil nachzuahmen, laufe ich vor allem bei Straßenläufen runder", erzählt Krejci.
Dies ist nicht nur ein persönlicher Eindruck, sondern auch wissenschaftlich belegt. "In Kenia wird konsequenter trainiert, da man sich mit dem Laufsport eine Existenz aufbauen kann. Die Höhenlage Kenias und der Körperbau jener Menschen sowie die lange Tradition machen den großen Unterschied gegenüber Europäern aus", sagt der Sport- und Bewegungswissenschaftler Wolfram Müller von der Universität Graz. "Müller bestätigte bei unseren Tests, dass unsere Gäste einfach weniger Kraft aufwenden müssen als wir", sagt Krejci. Dazu kommt beim Camp noch der kulturelle Effekt - gekocht wird nämlich kenianisch. "Es gibt viel Mais, Gemüse, Obst und Reis. Für uns ungewohnt: viel Tee und maximal einmal pro Woche Fleisch. Fettes eigentlich gar nicht." MICHAEL ANDRÈE
Infos: www.run2gether.com








