"Freiheit" für Limbach
Der burgenländische Ort Limbach brennt auf die Selbständigkeit. Darum veranstaltet das Zukunftskomitee Limbach heute ein "Freiheitsfeuer".

Foto © Gerald Hirt
Limbach, ein Ortsteil von Kukmirn, strebt nach Selbständigkeit. Im Dezember 2008 stimmten alle Kukmirner Ortsteile über die Trennung von Limbach ab. Drei von vier Limbachern votierten für die Selbständigkeit, die Bewohner der anderen Ortsteile stimmten mehrheitlich dagegen (die Kleine Zeitung hat berichtet). Dann geschah lange Zeit nichts.
Jetzt kommt Schwung in die Freiheitsbestrebungen des kleinen Ortes. Das Limbacher Zukunftskomitee, das mittlerweile mehr als 20 Mitglieder zählt, veranstaltet heute um 18 Uhr ein "Freiheitsfeuer" im Limbacher Jugendkeller. Dabei wird der "Limbacher Freiheitsgeist" vorgestellt, die "Limbacher Hymne" gesungen und ein Schauspiel mit dem Titel "Limbach 2020" aufgeführt. Viele Einladungen wurden verschickt. Der Bürgermeister von Kukmirn, Franz Hoanzl, bekam keine. Er meint: "Ich möchte mich zu dieser Veranstaltung nicht äußern. Aber ich gehe nicht davon aus, dass Limbach jemals unfrei war. "
Leibeigenschaft
Willibald Fandl, Gemeinderat von Kukmirn, Ortsvorsteher von Limbach und Mitglied des Zukunftskomitees Limbach sieht das anders: "Wir sind die Leibeigenen der anderen Ortsteile."
Der Streit dreht sich ums Geld: Die Limbacher meinen, sie bekommen weniger als ihnen zustünde und verlangen Kostenwahrheit. Bürgermeister Hoanzl will diese mit einem Computerprogramm ermitteln. Die Limbacher sind dagegen: Sie vertrauen der Technik nicht und verlangen eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.







