Martin Wabl kanditiert für Amt des Bundespräsidenten
Der pensionierte Fürstenfelder Richter Martin Wabl will es wieder wissen: Er kandidiert zum dritten Mal für das Amt des Bundespräsidenten.

Foto © ReutersDer pensionierte Fürstenfelder Richter Martin Wabl
Im April nächsten Jahres stehen in Österreich Bundespräsidentenwahlen an. Der pensionierte Fürstenfelder Bezirksrichter Martin Wabl (64) nimmt - wie er es nennt - den Kampf David gegen Goliath nun ein drittes Mal auf. Bereits zwei Mal (1998, 2004) sammelte er Unterstützungserklärungen, allerdings ohne Erfolg. "Ich bin zuversichtlich, dass es diesmal klappen wird, denn die Vorzeichen stehen günstiger. Die Vorbereitungen für meine geplante Kandidatur sind jedenfalls voll im Laufen", gibt sich Wabl, der in jüngster Zeit mit einem Prozess gegen die Mutter von Natascha Kampusch von sich reden machte, optimistisch.
Eigene Liste. Wabl - Jahre lang für SPÖ, die Grünen und eine eigene Liste im Fürstenfelder Gemeinderat und im Landtag politisch tätig - sieht sich als unabhängiger Kandidat der Basis mit viel sozialer und christlicher Wärme sowie einer hohen demokratischen Grundeinstellung. Als Schwerpunkt seines Programmes nennt er die immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen Arm und Reich. Wabl: "Die Zahl der Armen könnte den zukünftigen Bundespräsidenten zu entschlossenem Handeln zwingen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in der Politik und als Richter sowie nunmehr als juristischer Nothelfer könnte ich einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Entwicklung in unserem Land leisten", ist Wabl überzeugt von der Notwendigkeit seiner Kandidatur.
Regelmäßige Sprechstunden. Seinem Verständnis vom höchsten Amt im Staate sollen regelmäßige Sprechstunden in der Hofburg - offen für alle Bürger - Rechnung tragen. Zwar nicht in die Hofburg, aber zumindest in ein Hotel hätte Wabl auch Arigona Zogaj einquartiert, wie er beteuert.
Bewerbung. Investieren will Wabl in seine Bewerbung diesmal nur "Herz und Begeisterung", Kredite wie für seine bisherigen Wahlkämpfe will er nicht aufnehmen. Als Verbündete habe er Prominenz wie den Tiroler Fritz Dinkhauser im Auge - sie wüssten allerdings noch nichts von ihrem Glück. Im März 2010 will Wabl die für das Antreten notwendigen 6000 Unterschriften von Unterstützern beisammen haben. Bewusst ist Wabl dennoch, dass er allenfalls Außenseiterchancen haben dürfte: "Ich weiß, dass ich nach menschlichem Ermessen keine Chance habe, aber es kann schließlich ein Wunder geben."







