"So etwas haben wir noch nie erlebt"
Familie Thier aus Dechantskirchen war vom Sturm besonders betroffen.
Kurz nach vier Uhr wurde Sonntag Früh die Familie Thier in Dechantskirchen von Krach geweckt. "Ich habe sofort gewusst, da ist jetzt ein Eck weg vom Haus", schildert Karl Thier jun. den Moment, als der Sturm fast das halbe Dach auf die Wiese vor dem Haus wehte. Einzelne Dachziegel flogen sogar auf die angrenzende Wechselbundesstraße und bis zum nahen Kirchplatz, manche Eternitplatten blieben in der Kirchenmauer stecken.
Freiwillige Feuerwehr alamiert.
Sofort wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert, die den Rest des Hausdaches sicherte. Thier: "Den anderen Teil vom Dach hat der Sturm bereits immer wieder abgehoben." Mit einem Stahlseil wurde das Dach am Boden an einem massiven Apfelbaum verankert. Über einen Bekannten organisierte sich die Familie noch Sonntag Früh Planen, damit die Feuerwehr das große Loch auf dem Haus abdecken konnte. Das Notdach schützt das Haus nicht nur vor dem Sturm, sondern auch vor dem Regen, den der Wind vom Wechsel herunterpeitscht. Sicherheitshalber wurde die Gemeindestraße, die am Haus vorbeiführt, von der Feuerwehr Sonntag Vormittag gesperrt.
"Kein Vergleich zu jetzt". "1974 sind wir in das Haus eingezogen, so etwas haben wir noch nicht erlebt", sagt Karl Thier sen. In den 90er-Jahren sei es einmal vorgekommen, dass ein Sturm einzelne Dachziegel von einem mittlerweile abgerissenem Nebengebäude heruntergeweht habe: "Aber das war nicht der Rede wert, kein Vergleich zu jetzt."







