Kette gegen Atomstrom
Pfarre Dechantskirchen startet Aktion rund um Tschernobyl-Gedenktag.

Foto © PrivatIn der Kapelle Hohenau erinnert ein Fresko an Tschernobyl
Der Dechantskirchner Pfarrer Wolfgang Fank kommt nicht nur angesichts Fukushima beim Thema Atomkraft in Rage: "Es ist ein Verbrechen, was wir den Nachkommen an strahlendem Müll hinterlassen, nur damit wir kurzfristig davon profitieren konnten." In Dechantskirchen sieht man sich der Nachhaltigkeit verpflichtet und möchte als Beispiel andere zum Mitmachen animieren. 2005 wurde neben der Kirche eine Fotovoltaikanlage errichtet und produziert seither umweltfreundlich Strom. Statt Plastiksackerln gibt es den "Dechantskirchner Zeigga" aus Stoff. "Er ist zum Einkaufen wiederverwendbar, die Kindergartenkinder und die Schüler nehmen ihn als Turnsackerl", erzählen Ferdinand Kogler und Maria Knöbl vom Pfarrarbeitskreis "Schöpfungsverantwortung". Im Vorjahr erhielt Dechantskirchen den Diözesanen Umweltpreis und das Emas-Umweltzertifikat.
Am Ostermontag, 25. April, veranstaltet der Arbeitskreis um 15 Uhr nun einen "Osterspaziergang der besonderen Art" zur Kapelle Hohenau. Dort soll eine Menschenkette gegen Atomkraft und für Nachhaltigkeit gebildet werden. Danach werden eine Andacht und eine Kundgebung abgehalten. "Das Ganze findet einen Tag vor dem 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 1986 statt", betont Pfarrer Fank die Symbolik, die sich in der Kapelle ebenfalls manifestiert: Auf einem Fresko, das von Maler Franz Weiß gestaltet wurde, wird an das Datum erinnert. Zur Veranstaltung eingeladen ist, als österreichischer Umweltbischof, der Klagenfurter Oberhirte Alois Schwarz.







