Ein Remis bei der Quartierwahl
Die 16 EM-Teilnehmer haben ihre Quartiere für die Euro 2008 gewählt. Acht Teams wohnen in Österreich, acht in der Schweiz. Der Kracher: Weltmeister Italien logiert in Baden bei Wien.

Foto © APDer Weltmeister logiert in Baden
"Alles ist gerecht aufgeteilt", zeigte sich Österreichs Euro-Turnierdirektor Christian Schmölzer zufrieden mit der Quartierwahl der 16 EM-Teilnehmer. Acht Mannschaften werden während der Euro ihre Zelte in der Schweiz aufschlagen, acht in Österreich.
Der Weltmeister kommt. Besonders groß war die Freude in Baden bei Wien. Denn der Weltmeister wird vor den Toren der Bundeshauptstadt logieren. Italien hat sich für das Hotel Schloss Weikersdorf entschieden und 77 Zimmer im Vier-Sterne-Haus reserviert. Dabei spielt die "Squadra Azzura" ihre Gruppenspiele gar nicht in Österreich, sondern in Bern und Zürich. Trainieren werden Fabio Cannavaro, Andrea Pirlo & Co. im rund 20 Kilometer vom Hotel entfernten Bundessport- und Freizeitzentrum Südstadt in Maria Enzersdorf. Damit ergibt sich auch eine kuriose Situation. Mit Italien und Tschechien (Dorint Sofitel Seefeld) wohnen zwei Teams in Österreich, die ihre Gruppenspiele in der Schweiz austragen müssen.
In schwedischer Hand. Umgekehrt ist es genauso. Österreichs Gruppengegner Deutschland residiert bekanntlich in Ascona in der Schweiz, ebenso wie die Schweden (Villa Sassa, Lugano), die ihre Spiele in Innsbruck und Salzburg absolvieren. "Das ist aber überhaupt kein Problem, denn etwa in Kitzbühel sind viele Zimmer bereits von schwedischen Sponsoren und Fans gebucht, die nahe an den Spielorten wohnen wollen", weiß Christian Schmölzer zu berichten.
Nun, nach den Entscheidungen der Teams wartet noch viel Papierkrieg. "Bis spätestens Ende Jänner müssen alle Verträge mit den Hotels unterschrieben sein", verrät Schmölzer.
"Magisches Dreieck". Neben Italien und Tschechien werden auch die Spanier, Europameister Griechenland, Russland sowie Polen und Kroatien in Österreich Quartier beziehen. Die letzten beiden, bei der Euro ja Gegner von Andreas Ivanschitz und Kollegen, haben sich für das Hotel Steirerhof in Bad Waltersdorf (Polen) und das Avita Thermen- und Wellnesshotel in Bad Tatzmannsdorf (Kroatien) entschieden. Und weil Österreich im Balance Resort in Stegersbach logiert, ergibt sich im südlichen Burgenland und der östlichen Steiermark ein "Magisches Dreieck". Drei Gruppengegner praktisch in "Sichtweite".
Kärnten als Verlierer. Zu den Verlierern der Quartiersuche zählt das Bundesland, das eigentlich zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen in Österreich gehört. Keiner der EM-Teilnehmer will "Urlaub bei Freunden" in Kärnten machen. Aber auch Bad Aussee ist leer ausgegangen. Dabei waren die Obersteirer in der engeren Auswahl von Frankreich. Teamchef Raymond Domenech war kürzlich sogar selbst zu Gast im Ausseerland. Weil der Vize-Weltmeister aber in der Schweiz spielt, fiel die Wahl auf Mont Pelerin.








