108.000 Hühner bei Brand verendet
Bei einem Großbrand in einem Hühnerstall in Bad Waltersdorf sind am Sonntag rund 108.000 Hühner verendet. Zwei Ställe wurden durch das Feuer vollkommen zerstört. Die Brandursache ist noch unklar.

Foto © In Kooperation mit filmen.atDie Rauchsäule des Brandes war weithin zu sehen
Jahrelang hatte der Familienbetrieb Hörting, mitten in einem Wald in Bad Waltersdorf gelegen, die Baubehörden und Gerichte beschäftigt. Denn die beiden riesigen Stallgebäude, in etwa 120 mal 60 Meter groß, sollen anfangs ohne behördliche Genehmigung errichtet worden sein. Außerdem seien sie nur für insgesamt rund 50.000 Legehennen ausgerichtet gewesen, reklamierte die Gemeinde bei ihrem Einspruch.
Doch es waren weit mehr Hühner in dem Gebäude untergebracht. Unglaubliche 100.000 Tiere kamen am Sonntag beim Brand des Stallgebäudes auf qualvolle Weise ums Leben, nachdem gegen 15 Uhr aus noch ungeklärter Ursache Feuer ausgebrochen war.
Der Firmenchef selbst dürfte den Brand bemerkt und Alarm geschlagen haben. "Er hat eine Anlage, die ihm sofort anzeigt, wenn die Temperatur in den Ställen steigt", berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Johann Schuster. Obwohl sofort Abschnittsalarm gegeben wurde, stand das Stallgebäude bei Eintreffen der Feuerwehren bereits in Vollbrand. Daraufhin wurden sämtliche Wehren des Bezirkes Hartberg zum Einsatz gerufen, insgesamt kämpften 180 Mann von 21 Feuerwehren aus Hartberg und sogar Fürstenfeld gegen die Flammen an.
"Es gab Probleme mit dem Löschwasser, wir mussten es mittels Pendeldienstes erst heranbringen", so Johann Schuster. "Da der Brandort mitten im Wald liegt, bestand auch die Gefahr eines Waldbrandes." Während die Feuerwehren gegen die Flammen ankämpften - gegen 18 Uhr stürzte dann ein Teil der Halle ein - rannten die letzten überlebenden Hühner verschreckt zwischen den Einsatzfahrzeugen herum.
Ermittler des Landeskriminalamtes (Brandgruppe) nahmen noch am Sonntag die Erhebungen auf. Firmenchef Harald Hörting war übrigens noch in den brennenden Stall gegangen und hatte durch die Rauchgase beinahe das Bewusstsein verloren. Zwei Motorradfahrer halfen ihm ins Freie.
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Bis nach Stubenberg war die Rausäule des Brandes zu sehenGrafik © LR Philipp Schmallegger aus Stubenberg








