"Das ist eine Kampagne gegen die Therme"
Bad Waltersdorf-Chef Gernot Deutsch wehrt sich gegen Vorwürfe der Gewerkschaft.
Herr Deutsch, was sagen Sie zu den Anschuldigungen, die Therme habe im Mai eine Mitarbeiterin gefeuert, weil sie einen Betriebsrat gründen wollte?
GERNOT DEUTSCH: Die betreffende Dame hat damals mir gegenüber nie etwas von einem Betriebsrat erwähnt. Die Entlassung hat ganz andere Gründe gehabt, weil sie als Mitarbeiterin nicht entsprochen hat. Es hat außerdem eine ganze Liste von Mitarbeitern gegeben, die für den Betriebsrat kandidieren wollten. Da hätte ich ja alle entlassen müssen. Es ging nur um diese eine Person.
Sie hätten also nichts gegen einen Betriebsrat in Ihrem Unternehmen?
DEUTSCH: Ich hätte liebend gerne einen Betriebsrat, nur ist er bislang noch nicht zustande gekommen. Ich führe darüber seit Wochen Gespräche mit Franz Gosch (Landesvorsitzender der Christgewerkschafter, Anm.). Was aber die Gewerkschaft Vida mit ihrem Geschäftsführer Leo Stöhr jetzt macht, ist eine reine Kampagne gegen die Therme und gegen mich als Person. Ich bin von dieser Vorgangsweise sehr enttäuscht.
Warum sollte die Gewerkschaft das tun?
DEUTSCH: Die Motive kenne ich nicht. Tatsache ist aber, dass ich und meine Familie plötzlich auf offener Straße angepöbelt werden. Die Gewerkschaft versucht, die Leute zu mobilisieren, nicht mehr als Gäste in die Therme zu kommen. Mit der Therme als Gesamtbetrieb hat dieser Einzelfall aber überhaupt nichts zu tun. Die Gewerkschaft sollte eigentlich Arbeitsplätze sichern. Wenn die Gäste ausbleiben, gefährdet sie diese Arbeitsplätze aber massiv. Da geht man mit tiefstem Niveau auf uns los. Das wird Konsequenzen haben.
Sie planen rechtliche Schritte?
DEUTSCH: Die sind sogar schon eingeleitet. Ich lasse mir sicher nicht gefallen, dass der ganze Betrieb durch solche Methoden geschädigt wird und man auch noch meine Familie mit hineinzieht. Mein Anwalt ist in dieser Angelegenheit bereits eingeschaltet.







