Von medialer Omnipräsenz und Regentanz-Kickern
Eine WM-Vorbereitung der außergewöhnlichen Art: Saudi-Arabiens Fußballnachwuchs im steirischen Trainingslager.

Foto © GEPA
Da staunten sie nicht schlecht, die 400 Zuseher im Bad Blumauer Safenstadion. Sechs Kameras, drei Übertragungswagen und 20 herumschwirrende Techniker ließen den eigentlich spartanischen Fußballplatz kurzfristig zu einer medialen Arena werden. Der Grund dafür? Ein Testspiel der saudi-arabischen U20-Nationalmannschaft, das vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera Sport live übertragen wurde. Doch nicht nur medial regiert im saudischen Nachwuchsfußball der Superlativ: Mit mehr als 1000 Kilogramm Gepäck reiste die 65 Kopf starke Delegation zum Trainingslager in die Steiermark. Kian Walizadeh betreut das Team in Österreich und ergänzt: "Sie haben einen eigenen libanesischen Koch mitgenommen und bekommen das Fladenbrot täglich frisch von einer Bäckerei aus Jennersdorf geliefert." Residiert wird im Hotel Loipersdorf, gespielt nur gegen ausgewählte Gegner (Weißrussland, Mazedonien, Litauen). Deren Reise- und Unterkunftskosten natürlich von den Saudis übernommen werden. Genug des Außergewöhnlichen? Noch lange nicht. Trainiert wird bereits um 5.30 Uhr, das Aufwärmprogramm besteht aus einem gemeinsamen halbstündigen Gebet. Und wenn es regnet, tanzen die Spieler - weil es eben für sie außergewöhnlich ist.







