Debatte um Überwachung in Hartberg
In Hartberg geplante Videoüberwachung schlägt Wellen: Polizei gibt sich abwartend, Bürgermeister des Bezirks reagieren überrascht bis ablehnend.

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Auf geteilte Reaktionen stößt die Initiative von Hartbergs Bürgermeister Karl Pack, Teile der Stadt zum Schutz vor Vandalen mit Videokameras überwachen zu lassen. Die Zerstörungswut Jugendlicher nehme allgemein zwar zu, ein unverhältnismäßig großes Problem habe man in der Stadt aber nicht, betont Alois Fuchs, Leiter der Polizeiinspektion Hartberg. Dennoch sieht er in der Installation von Kameras einen tauglichen Versuch der Prävention. "Möglich, dass dadurch Täter abgeschreckt werden." Man müsse aber aufpassen, dass sich die Aktivitäten dann nicht in andere, elektronisch nicht überwachte Teile der Stadt verlagern. Zu klären seien überdies Fragen des Datenschutzes, worüber man mit der Gemeinde noch nicht geredet habe, sagt Fuchs.
Verwunderung.
Verwundert zeigt man sich am Bezirkspolizeikommando. Weder in der Stadt noch im Rest des Bezirkes verzeichne man Vandalenakte in besorgniserregendem Ausmaß, sagt ein Beamter. "Vereinzelt passiert immer was."
Wenig begeistert.
Wenig begeistert reagieren Packs Bürgermeisterkollegen. "Ich kann laufenden Kameras nichts abgewinnen. Die Menschen werden zu stark durchleuchtet", sagt Rupert Flicker aus Pöllau. Freilich würden ab und zu Blumenkisten umgeworfen und Flaschen zerschlagen - deshalb werde er die Bürger aber nicht überwachen lassen.
Kein Thema.
Auch in Pinggau, der mit 3100 Einwohnern zweitgrößten Gemeinde des Bezirks, ist Vandalismus politisch derzeit kein Thema. Videoaufzeichnungen habe man im Gemeinderat noch nie erwogen, reagiert Bürgermeister Leopold Bartsch überrascht.















