Alte Lafnitztalstraße hat ausgedient
Die ramponierte Lafnitztalstraße zwischen Neudau und Burgau wird komplett erneuert. Zehn Wochen lang gibt es eine Totalsperre.

Foto © Steiner
Der Mann kommt in Neudau an seinen Gartenzaun und beobachtet die drei Bauarbeiter, wie sie auf der L 411 Vermessungspunkte aufsprühen. Wann es denn endlich losgehe mit der Baustelle, will er wissen. "Ich meine, die Straße wird sicher hergerichtet, oder?"
Sie wird. Das Land Steiermark nimmt dafür 1,3 Millionen Euro in die Hand. Der Unterbau der 30 Jahre alten Lafnitztalstraße und eine Brücke werden erneuert, die Radien einiger enger Kurven entschärft und der Verkehrssituation angepasst. Bis zu 2000 Fahrzeuge am Tag nutzen die Strecke, die Geschwindigkeiten haben sich seit den 70er-Jahren verändert, erklärt Projektleiter Franz Nöhrer von der Fachabteilung 18 B der Landesregierung.
Baustelle geht in Betrieb.
Dieser Tage geht die Baustelle in Betrieb, Ende November will man fertig sein. "Die Sanierung kommt quasi einem Neubau gleich", sagt Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder. Zehn Wochen lang muss die Verbindung komplett für den Verkehr gesperrt werden. Man plant Umleitungen über andere Landesstraßen. "Behinderungen werden aber nicht zu verhindern sein", meint Nöhrer.
Mehr Budget notwendig.
Die Sanierung der L 411 ist landesweit betrachtet nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. 40 Prozent aller Landesstraßen sind mittlerweile in sehr schlechtem Zustand, man bräuchte mehr als das doppelte Baubudget, damit sich die Lage nicht noch weiter zuspitzt, sagt Nöhrer. "Es könnte sein, dass wir irgendwann weniger frequentierte Straßen einfach sperren müssen, wenn sie kaputt sind."














