Enormer Wasserverbrauch
Schon im Frühling erreichte der Wasserverbrauch in der Oststeiermark höchste Werte. Die Zukunft ist zwar gesichert, dennoch soll gespart werden.

Foto © APATrotz der gesicherten Wasserversorgung soll im unteren Murtal gespart werden
Geringere Niederschlagsmengen hatten für die Wasserversorgung Grenzland Süd-Ost (GSO) durchaus auch eine erfreulichere Seite. Denn wie Verbandsobmann Josef Ober berichtet, hat die Anschlussdichte in den letzten sechs Monaten um zehn Prozent zugenommen, sodass man sich derzeit in Richtung 70 Prozent Anschlussdichte bewegt. Auf der anderen, weniger positiven Seite steht hingegen, dass es heuer schon Spitzen im Verbrauch ähnlich jenen des Dürre-Jahres 2003 gegeben hat. Ober: "Die Grundwasserstände im unteren Murtal sind unter das langjährige Mittel gesunken. Es gibt zwar keine direkte Gefahr, aber die Tendenz, dass die lokalen Wasserressourcen stark rückläufig sind."
Es ist vorgesorgt. Für den Bürger sei die Lage deshalb nicht so genau einschätzbar, weil die Vegetation aufgrund der heißen Witterung und des folgenden Regens sehr gut ausschaue. Dass die unterirdischen Wasserreserven sinken, sei hingegen nicht sichtbar. "Wir haben zu 80 Prozent Wasser aus eigenen Brunnen im unteren Murtal und einige artesische Brunnen hervorragender Qualität, jedoch mit eher unbedeutender Schüttung. Den Rest müssen wir über die Vernetzung mit dem Leibnitzer Feld und dem Wasserverband Oberes Raabtal decken. Damit können wir wiederum auch im Safen- und Feistritztal aushelfen", ist Ober froh, dass außerdem mit der Planung der Transportleitung, die Wasser aus der Obersteier über Graz und Gleisdorf bis Hartberg bringt (Baubeginn im Herbst), für die Zukunft vorgesorgt worden sei.
Überlegter Verbrauch ist Gebot der Stunde. Nach Fertigstellung der Leitung könne man, so Ober, für die folgenden 30 bis 40 Jahre mit diesem intelligenten Wassernetzwerk eine hundertprozentige Versorgungssicherheit für die Oststeiermark garantieren. Die ursprünglich als Notversorgung gedachte Leitung werde in zehn Jahren absolute Notwendigkeit sein. Zwar könne man, wie GSO-Geschäftsführer Franz Glanz betont, schon jetzt sogar sommerliche Tagesspitzen von 120 Liter pro Sekunde Wasserverbrauch abdecken - immerhin das Doppelte des durchschnittlichen Jahresverbrauches - ein überlegter Verbrauch des Lebensmittels Trinkwasser sei aber dennoch Gebot der Stunde.














