Eingekauft wird, was an der Wand hängt
Die Stadt Hartberg investiert seit kurzem konsequent in zeitgenössische Kunst aus dem lokalen Umfeld. Über das Wie herrscht aber Uneinigkeit im Kulturausschuss des Gemeinderats.
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Wien und Hartberg haben zumindest eines gemeinsam. Beide Stadtregierungen treten als gezielte Sammler zeitgenössischer Kunst auf. Wobei sich das Ankaufsbudget von Hartberg mit rund 10.000 Euro gefülltem Topf für drei Ausstellungen pro Jahr zu dem der Bundeshauptstadt verschwindend klein ausnimmt.
Beratungen.
Mit gültigem Gemeinderatsbeschluss in der Tasche bestimmt Kulturstadtrat und Vizebürgermeister Wolfgang Böhmer in Absprache mit dem Kulturausschuss der Stadt darüber, welcher Künstler für eine Ausstellung nach Hartberg geholt wird. Das Zuckerl für den jeweils Eingeladenen ist, dass von ihm in Folge eine Arbeit angekauft wird. So geschehen mit den von Böhmer gezeigten Künstlern, nämlich Herwig Kienzl aus Buchschachen, Thomas Hofer aus Stubenberg und dem großteils in Wien lebenden Hartberger Bernd Mager.
Nachwuchs.
"Wir wollen gezielt die junge ostösterreichische Künstlerebene fördern", erläutert Böhmer die Ankaufspolitik der Stadt, die primär als Starthilfe für die künstlerische Nachwuchsgeneration zu sehen sei. In Absprache mit dem Ausschuss treffe er, so Böhmer, die Letztentscheidung für den Ankauf. Seinen Stolz will der Kulturstadtrat nicht verhehlen, wenn er meint: "Ich glaube sagen zu können, dass Hartberg damit in der gesamten Oststeiermark beispielgebend ist."













