St. Johann bekommt Kloster
In St. Johann bei Herberstein wird ein Kloster gebaut. Benediktinerinnen wollen 2008 einziehen.

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Das hat heutzutage wirklich Seltenheitswert", schwärmt Tourismus-Chef Josef Hirt. In der Gemeinde St. Johann bei Herberstein errichten zwölf Benediktiner-Schwestern ein Kloster, im Herbst 2008 vor Beginn der Heizperiode wollen sie einziehen.
Wirtschaftliche Lage.
Seit 1919 lebt die Ordensgemeinschaft abgeschieden in der Abtei St. Gabriel-Bertholdstein in Pertlstein (Bezirk Feldbach). Die zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage zwingt die nunmehr zwölf Frauen, ihr ausladendes Anwesen zu verlassen. Mit dem Verkaufserlös wird ab Spätsommer in St. Johann auf dem Pfarrgrund neben dem Haus der Frauen ein Kloster mit 350 Quadratmetern Grundfläche und drei Etagen gebaut.
Leben im Kloster.
Während sich Touristiker die Hände reiben und schon an "Urlaub im Kloster" denken, winkt Äbtissin Hildegard Altmann ab. "Dafür wird unser neues Heim sicher zu klein sein", sagt sie. Doch man lege Wert auf Kontakt zur Bevölkerung. Gottesdienste und die fünf Mal am Tag stattfindenden Stundengebete stünden allen offen. Vielleicht könne man durch eine etwas geöffnete Form monastischen Lebens junge Frauen für das Leben im Kloster begeistern, meint sie. "Im Moment haben wir eine junge Novizin."
Gäste.
Die Entscheidung für den Standort neben dem Haus der Frauen, der laut Altmann auf Initiative von Bischof Egon Kapellari ins Gespräch kam, wurde ganz bewusst gefällt. Den dort einquartierten Gästen wollen die Schwestern ermöglichen, an ihrer Spiritualität teilzuhaben. Die neben dem Kloster geplante Kapelle soll inhaltlich wie optisch als verbindendes Element der beiden Häuser wirken.
Bereicherung.
Mit Essen versorgt werden die Benediktinerinnen vom Haus der Frauen. Geschäftsführerin Anna Pfleger freut sich auf eine Aufwertung der Einrichtung und eine Bereicherung für den ganzen Ort. "Wir werden dann als spirituelle Tankstelle mit einer noch größeren Breite wahrgenommen", erklärt sie.













