Kaindorf will Öko-Vorzeigeregion werden
Die Region Kaindorf geht schnellen Schrittes in Richtung des Ziels, zur Öko-Vorzeigeregion zu werden. Bei einem Informationsabend wurde bereits Erreichtes und Zukünftiges präsentiert.

Foto © APAUnter anderem soll vermehrt auf Öko-Strom gesetzt werden
Als Einleitung zu einem Infoabend der "Ökoregion Kaindorf" im örtlichen Kulturhaus zeichnete die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb ein eher düsteres Bild vom Klimawandel und seinen Auswirkungen. Vor allem die Alpenregion sei von der globalen Erwärmung stark betroffen. Im schlimmsten Fall müsse man mit einer Erwärmung um bis zu vier Grad in den nächsten fünfzig und bis zu 6,4 Grad bis zum Jahr 2100 rechnen.
Beispielgebend.
Die "Ökoregion Kaindorf" sei beispielgebend und gebe Hoffnung, dass sich dieser Initiative möglichst viele Regionen anschließen, so die international anerkannte Expertin Kromp-Kolb.
Blümchentankstelle.
Ökoregion-Obmann Rainer Dunst berichtete vor den mehr als 500 interessierten Besuchern, was in der Ökoregion bereits geschehen ist und wie das Projekt in den nächsten Wochen und Monaten fortgesetzt wird. "Die Politiker sind machtlos, sie können nur das durchsetzen, was die Bevölkerung zulässt. Der Industrie darf man keine Schuld geben, sie produziert das, was die Menschen verlangen. Wir wollen ein Signal setzen, dass Ökologie auch ökonomisch ist und das alles als Vorzeigeregion hinaus tragen", verkündete Dunst.
Stark frequentiert.
Die "Blümchentankstelle" in Hinterbüchl bei Kaindorf sei stark frequentiert. 18 Fahrzeuge wurden bereits um gerüstet und tanken nur noch Biotreibstoff, 18 weitere stehen zur Umrüstung bereit. Viele Fahrzeuge mischten Biotreibstoff bei.
Biotreibstoff-Tankstellen.
In Großpesendorf und am Ökopark im Hartberg sollen zwei weitere Biotreibstoff-Tankstellen entstehen. Auch die Nachfrage nach Elektro-Scootern habe stark zugenommen. In den Gemeinden sei teilweise schon auf Ökostrom umgestellt worden, auch der Reinhalteverband "Mittleres Saifental" setze bereits auf Ökostrom. Das neue Sporthaus in Dienersdorf vertraue bei der Heizung und der Warmwasserbereitung auf Solarenergie.
Arbeitsgruppen.
Derzeit arbeiten acht Arbeitsgruppen in den Bereichen Heizen/Strom, Mobilität, Wohnbau und Sanierung, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft, Energiesparen, Kaufverhalten/Bewusstseinsbildung und Förderung/Finanzierung. Hier werden Lösungsansätze erarbeitet, die Umsetzung erfolgt in Kleingruppen oder in Kooperationen. Der Verein dient als Netzwerk und als Verbindungsglied zwischen den Arbeitsgruppen, den Gemeinden, der Wirtschaft und der Bevölkerung. Jede Privatperson kann dem Verein als aktives oder unterstützendes Mitglied beitreten. Eine aktive Arbeit in den diversen Arbeitsgruppen ist ebenfalls jederzeit möglich.













