Lafnitzer lehnen Fusion ab
Absage an Gemeindefusion: Mehrheit der Lafnitzer will Eigenständigkeit der Gemeinde. Fusion mit Grafendorf siegte vor Variante mit Rohrbach.

Foto © PILCH "Habe das so erwartet": Bürgermeister Rudolf Schuch (VP)
Fast 86 Prozent der Lafnitzer haben sich im Zuge einer Befragung für die Eigenständigkeit ihrer Gemeinde ausgesprochen. Damit endete auch die zwölfte Volksbefragung im Bezirk mit einem Nein zu Gemeindefusionen. Sollte sich die Eigenständigkeit nicht durchsetzen lassen, will die knappe Mehrheit (52,29 Prozent) eine Zusammenlegung mit Grafendorf - die Variante mit Rohrbach blieb mit 47,7 Prozent blieb in der Minderheit.
Bürgermeister Rudolf Schuch (VP) und SP-Vizebürgermeister Hans Hammer sprachen nach dem Urnengang von einem klaren Auftrag der Wähler, sich für die Unabhängigkeit einzusetzen. "Ich habe das so erwartet. Man hört in der Bevölkerung seit Langem nur, dass die Gemeinde bleiben soll", erklärt Schuch.
Martern dürfte die SP die Mehrheit für Grafendorf. Eine Vereinigung mit den rot regierten Orten Rohrbach und Schlag, mit denen man eine Kleinregion bildet, dürfte damit schwieriger geworden sein. Hammer nennt das Ergebnis folglich ein "Patt". "Wir werden beraten, wie es weitergeht."
Von einem Patt, wie es übrigens bei einem ähnlichen Ergebnis heuer schon Schlags SP-Bürgermeister Günther Simon für seine Gemeinde diagnostiziert hatte, sei in Lafnitz keine Rede, sagt Schuch. "Bei der Gemeinderatswahl reicht eine Stimme Überhang." Seine Anstrengung gelte aber ohnehin der Eigenständigkeit. Begeistert vom Ergebnis sind die Freiheitlichen, die in Lafnitz mit der VP koalieren. Das Votum bestätige die Position der FP, sagt Abgeordneter Anton Kogler. Das Land müsse die Fusionspläne nun schubladisieren.
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FAKTEN
85,8 Prozent der Bürger stimmten für die Eigenständigkeit.
Sollte dies nicht möglich sein, wollen 52,29 Prozent nach Grafendorf, 47,7 nach Rohrbach.
In der Katastralgemeinde Oberlungitz war die Mehrheit für Grafendorf (89,07 %), im Ortsteil Lafnitz war die Mehrheit für Rohrbach (63,05 %).
Wahlbeteiligung: 73,5 Prozent.















