Bus ging auf Autobahn in Flammen auf
Polnische Urlauber, darunter viele Kinder, konnten im letzten Moment ins Freie flüchten. Ersatzfahrer wäre beinahe in der Schlafkabine erstickt.

Foto © Feuerwehr IlzDer Bus brannte völlig aus
Als die Feuerwehren aus Neudorf und Ilz an der Unfallstelle eintrafen, stand der polnische Reisebus bereits in Vollbrand. Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Fahrzeug, das im Bereich der Abfahrt Ilz zwischen der ersten Fahrbahn und dem Pannenstreifen stand. "Zum Glück waren alle Insassen schon draußen, unter ihnen auch viele Kinder", berichtet Feuerwehrsprecher Andreas Wyss von der Freiwilligen Feuerwehr Neudorf. Sie hatten sich rechtzeitig aus der Gefahrenzone gebracht. "Sie standen mehrere Hundert Meter vom brennenden Fahrzeug entfernt."
Es war der Busfahrer gewesen, der gegen zwei Uhr früh plötzlich Flammen aus dem Heck des Schwerfahrzeugs dringen sah. Er hielt sofort an und rief den Fahrgästen zu, sofort den Bus zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt schliefen die meisten der Fahrgäste - polnische Familien, die auf der Rückreise vom Italienurlaub waren - ahnungslos in ihren Sitzen. Und auch der zweite Buslenker schlief, allerdings in seiner Schlafkabine. Das hätte ihn um ein Haar das Leben gekostet.
Er konnte sich buchstäblich in letzter Sekunde aus dem brennenden Fahrzeug retten. "Der Mann wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht", so ein Sprecher der Autobahnpolizei Hartberg. Die insgesamt 53 Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon. Sie wurden in der Raststätte Ilz untergebracht, bis der aus Polen kommende Ersatzbus sie abholte. Denn Brand ausgelöst haben dürften abgelaufene Reifen, also Reifen, deren Herstellungsjahr viel zu lange zurückliegt. "Sie dürften sich erhitzt haben."















