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Zuletzt aktualisiert: 10.08.2012 um 21:16 UhrKommentare

Wirbel wegen Hauszufahrt

Gehbehinderter Mann kommt nach Bauarbeiten nur mehr mit Schwierigkeiten zu seinem Wohnhaus. Er fordert Asphaltierung.

Eugen und Margarete Hämmerle wollen, dass die Zufahrt über den Gemeindegrund asphaltiert wird

Foto © HoferEugen und Margarete Hämmerle wollen, dass die Zufahrt über den Gemeindegrund asphaltiert wird

Seit gut 15 Jahren besitzt das Wiener Ehepaar Margarete und Eugen Hämmerle ein Haus in St. Lorenzen am Wechsel, dass es während der Sommermonate als Zweitwohnsitz nutzt. Die ersten Meter der Hauszufahrt führen bergauf über Gemeindegrund. Bis zu Beginn des heurigen Jahres war es für den seit zwei Jahren gehbehinderten Eugen Hämmerle kein Problem, mit seinem Elektromobil den Anstieg zu bewältigen. "Dann hat der benachbarte Taxibetrieb für einen Parkplatz den Hang abgegraben", erzählt der pensionierte Beamte. Die Zufahrt sei geschottert worden und steiler als zuvor: "Mit meinem Behindertenfahrzeug drohe ich jetzt nach hinten umzukippen." Auch mit dem Pkw sei das Straßenstück nun eine Herausforderung.

Pikanterie an der Sache: Bis heute gibt es für die Grabungen keine bau- und gewerberechtliche Bewilligung. Eine Bauverhandlung seitens der Bezirkshauptmannschaft - die Gemeinde St. Lorenzen hat alle gewerblichen Bauverfahren an die Behörde abgetreten - wird erst stattfinden. Hämmerle fordert nun von der Gemeinde, dass der Straßenteil asphaltiert wird: "Dann kann ich ihn wieder sicher befahren."

Bürgermeister Hermann Pferschy sieht die Gemeinde nicht in der Pflicht: "Ich habe es Herrn Hämmerle schriftlich gegeben, dass er die Zufahrt jederzeit asphaltieren kann." Allerdings auf eigene Kosten. Dass Hämmerle nun einen Anwalt eingeschaltet habe, erschwere eine einfache Lösung. Der Bürgermeister: "Ich habe ihm bereits vorher gesagt, er soll die Bauverhandlung abwarten. Dort kann er sein Anliegen einbringen."

Eugen Hämmerle stellt das nicht zufrieden: "Ich soll immer nur abwarten. Das frustriert. Ich bin behindert und will ordentlich zu meinem Haus kommen."

HARALD HOFER

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